Nvidia: Physik-Effekte jetzt auch ohne PhysX-Karte
Am Dienstag berichteten wir über einen neuen GeForce-Treiber aus dem Hause Nvidia, der die Versionsnummer 177.83 trägt. Damit ist es erstmals möglich, die Grafikkarte für die Berechnung der Physik-Effekte in einem Spiel zu nutzen.
Ursprünglich entwickelte die Firma Ageia einen Physikbeschleuniger namens PhysX, der im Mai 2006 in Form einer Erweiterungskarte für den PC veröffentlicht wurde. Die Karte soll die CPU bei der Berechnung von physikalisch bedingten Effekten entlasten, also beispielsweise bei der Interaktion mit Gegenständen sowie bei der Simulation von Flüssigkeiten und Kleidung.
Obwohl die Technologie von einigen Entwicklern unterstützt wurde, konnte der Firma nie ein wirklicher Durchbruch gelingen. Im Februar 2008 verkündete dann Nvidia die Übernahme von Ageia. Man übernahm damit auch die PhysX-Technologie, die ab sofort stark weiterentwickelt wurde. Die separaten Beschleunigerkarten für den PC sind zwar weiterhin erhältlich, aber nicht mehr zwingend erforderlich.
Da Nvidia seine Grafikprozessoren (GPUs) seit der 8000er-Generation mit der so genannten CUDA-Technik (Compute Unified Device Architecture) ausstattete, kann die Physikberechnung theoretisch auch von der Grafikkarte übernommen werden. Der Grafikchip kann dank der CUDA-API auch als Co-Prozessor eingesetzt werden.
Ageia PhysX-Karte
Warum eignen sich Grafikchips für die Berechnung der Physik?
Die PhysX-Technologie wurde von Ageia so entwickelt, dass sie in massiv-parallelen Umgebungen zum Einsatz kommt. Das heißt, es werden mehrere Recheneinheiten benötigt, um die Berechnung durchzuführen. Basierten die PhysX-Karten von Ageia noch auf einigen Dutzend Rechenkernen, besitzen die aktuellen Grafikkarten von Nvidia bis zu 128 dieser Recheneinheiten.
Lesen Sie auf der nächsten Seite, welche Grafikkarten die PhysX-Technologie unterstützen und mit welchen Spielen man diese bereits nutzen kann.
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Michael Diestelberg
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