 Microsoft arbeitet daran, die Bearbeitung von Videos mit Effekten und Veränderungen so einfach zu machen, wie es heute schon bei Fotos klappt. Die Forschungsabteilung hat dazu eine neue Technologie namens Unwrap Mosaic entwickelt.
Unwrap Mosaic analysiert Videoaufnahmen und ist in der Lage, einzelne Objekte herauszulösen und aus ihnen ein 2D-Bild zu erzeugen, das vom Anwender fast grenzenlos modifiziert werden kann. In einem Video demonstrieren Microsofts Forscher ihr Konzept anhand der Aufnahme eines jungen Mannes.
Microsoft Research - Unwrap Mosaic - Video-Editing
Das System ist in der Lage alle wichtigen Details eines Objekts aus einer Videosequenz zu sammeln und diese zu einem einzigen Raster zusammenzufügen, aus dem dann das zweidimensionale Bild entsteht. Modifiziert man das 2D-Bild nun - im Video bekommt der Mann buschige Augenbrauen, einen Schnauzbart und rosige Wangen - werden die Änderungen in die Videosequenz übernommen.
Bisher verfügbare Videobearbeitungssysteme erlauben zwar Farbveränderungen und Spezialeffekte, doch das Hinzufügen von Details bei Objekten, die sich im Video bewegen und aus verschiedenen Perspektiven zu sehen sind, ist nur schwer und meist mit viel Aufwand zu realisieren. Bei Kinofilmen arbeitet man bis dato meist mit 3D-Modellen der jeweiligen Objekte, doch die Microsoft-Forscher wollen dies mit ihrem Ansatz überflüssig machen.
Noch hat Microsoft keine Pläne die Technologie in kommerziellen Produkten einzusetzen. Andrew Fitzgibbon, der die Idee auf der SIGGRAPH Messe in Los Angeles präsentierte, will jedoch auf lange Sicht die Veröffentlichung als Teil einer Anwendung anstreben, noch gibt es dafür aber keinen Zeitplan. Einige Erkenntnisse aus der Arbeit an Unwrap Mosaic sollen bereits in andere Microsoft-Produkte eingeflossen sein.
Weitere Informationen: Unwrap Mosaic
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