Juwelier Tiffany lässt im Streit mit eBay nicht locker

Recht, Politik & EU Der Juwelier Tiffany hat in seinem Rechtsstreit mit dem Online-Auktionshaus eBay Berufung gegen das letzte Urteil eingelegt. Dieses besagte, dass eBay nicht für betrügerische Angebote von Produktpiraten verantwortlich gemacht werden kann. Ein US-Bezirksgericht hatte entschieden, dass Tiffany selbst für die Verfolgung von Verletzungen seiner Marke zuständig sei. eBays Praxis, betrügerische Auktionen zu löschen, sobald ein Rechteinhaber diese beanstandet, wurde damit bestätigt.

Damit will sich der Juwelier aber nicht abfinden. Beim Berufungsgericht will man nun durchsetzen, dass eBay eine größere Verantwortung zugeschrieben wird. Letztlich fordert man, zumindest in Bereichen, in denen häufig gefälschte Markenprodukte auftauchen, Angebote vor deren Erscheinen auf der Web-Seite zu überprüfen.

"Das Urteil führt dazu, dass eBay weiterhin auf Kosten der Kunden und Rechteinhaber Geld verdient", heißt es in einer Stellungnahme von Patrick Dorsey, Chef der Rechtsabteilung bei Tiffany. Sobald eBay davon Kenntnis habe, dass eine bestimmte Marke besonders oft gefälscht wird, müsse das Unternehmen selbstständig aktiv werden, forderte er.
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