Banken mit eigener Software gegen Aktien-Spam

Spam & Phishing Die Zahl von Phishing- und Spam-Mails nimmt stetig zu. Banken und Finanzdienstleister stehen dabei im Mittelpunkt des Interesses der Kriminellen. Mit einer Software wollen die Banken nun gegen Aktien-Spam vorgehen. Wie aus einem Bericht des Handelsblatt hervorgeht, wollen die Banken damit vor allem das sogenannte "Pump & Dump" verhindern. Hacker verschaffen sich dabei Zugang zu privaten Aktiendepots, verkaufen dort alle Bestände und kaufen stattdessen fast wertlose Titel.

"Obwohl die Anleger wegen der gesamtwirtschaftlichen Eintrübung im Zuge der Finanzkrise derzeit zurückhaltender und damit nicht mehr so anfällig auf Aktien-Spam geworden sind, ist das Problem nach wie vor akut und die Kuh somit noch längst nicht vom Eis", erklärte der Vorstand des Deutschen Instituts für Anlegerschutz, Volker Pietsch.

Pietsch zeigt sich zwar erfreut über die Initiative der Banken, seiner Meinung nach ist Software an sich jedoch nicht genug im Kampf gegen den Aktien-Spam. Stattdessen fordert er von den Banken, dass sie ihre Kunden besser über mögliche Risiken aufklären.

Die Software gegen Aktien-Spam kommt vom US-Unternehmen VeriSign und soll auf Basis von Finanzmarkt-, Kunden- und Bankdaten bereits bei der Eingabe eines Aktienorders erkennen, ob es sich dabei um eine "Pump & Dump"-Aktion handelt, oder nicht. Dabei soll in Echtzeit überprüft werden, ob kurz zuvor ungewöhnlich viele Transaktionen von diesem Depot durchgeführt wurden.

Ebenso überprüft die Software, ob weitere Kunden der Bank in einem zeitnahen Abstand die entsprechend fast wertlosen Aktien gekauft haben. Ist die Software der Ansicht, dass das Aktien-Depot gehackt wurde, wird dem Inhaber eine SMS gesendet, mit der Bitte die Transaktion zu bestätigen.
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