Öffentlich-Rechtliche sollen auf YouTube präsent sein

Musik- / Videoportale Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Gründung des Südwestrundfunks (SWR) forderte dessen Intendant Peter Boudgoust eine Modernisierung der Öffentlich-Rechtlichen. "Wir müssen Neues wagen und Bewährtes erhalten."

In einem Interview mit den 'Stuttgarter Nachrichten' sprach er sich vor allem für eine stärkere Internet-Präsenz der ARD und der ihr angeschlossenen Sendeanstalten aus. Er kritisierte damit die geplanten Beschränkungen, wie sie vor allem von Privatsendern gefordert werden.

"Die Politik will uns in dem neuen Rundfunkänderungsstaatsvertrag zeitliche und inhaltliche Begrenzungen aufzwängen, die unsere Freiheit beschränken und keinem nutzen", sagte Boudgoust. Es sei nicht zeitgemäß, wenn eine Sendung nach sieben Tagen aus dem Netz verschwinden muss.


Zeitungsverlage hatten der ARD vorgeworfen, mit ihrer Gebührenfinanzierung den Wettbewerb im Online-Bereich zu verzerren. "Ich bin davon überzeugt, dass wir alle in vier oder fünf Jahren gemeinsam feststellen werden, dass sich viele Befürchtungen der Verlage als grundlos erwiesen haben", entgegnete Boudgoust.

Die eigentliche Gefahr würden nicht die Öffentlich-Rechtlichen darstellen, sondern Anbieter wie Google oder Yahoo mit ihren Web 2.0-Portalen. "Darin sehe ich die eigentlichen existenziellen Gefahren für den Qualitätsjournalismus - von Verlagen ebenso wie von Sendern", führte der SWR-Intendant aus.

Andererseits müsse man Portale wie YouTube auch nutzen. "Vor zwei, drei Jahren hätte kein Mensch erwartet, dass dieses Portal eine so große Anziehungskraft entwickelt. Jetzt müssen wir schnell entscheiden, ob wir dort vertreten sein wollen", so der SWR-Intendant.

Dabei müsse man vor allem berücksichtigen, dass sich das Nutzungsverhalten in den unteren Altersgruppen ändert. "Junge Menschen nutzen dieses Angebot und sind begeistert. Wenn wir also jüngere Leute erreichen wollen, müssen wir auf diesen Plattformen vertreten sein", sagte er weiter. Allerdings müsse die Voraussetzung erfüllt sein, dass die ARD-Inhalte nicht in einem Werbe-dominierten Umfeld erscheinen.
Diese Nachricht empfehlen:
 
...ach ja, da die ÖR inzwischen soviel im Web zeigen werde ich wohl meine GEZ-Gebühren zurückschrauben auf 5,xx Euro (Nur-PC), man kann ja schließlich auch NUR über das Web schauen, oder ? **** Aber eigentlich wollen die nur im Web präsent sein, um auch hier die volle GEZ zu kassieren, mit "GRUNDVERSORGUNG" hat das schon lange nix mehr zu tun....mehr als 7 Mrd. Gebühren im Jahr, FÜR WAS BITTE ??? Dami ich die Sendeanstaltern der andern 15 Bundesländer mitfinanziere, die mich weder interessieren, noch kann ich sie terrestrisch empfangen !?
 
@mf2105: Ich konnte in dem Artikel keinen Hinweis auf GEZ finden. Möchtest du vllt noch was zum Inhalt sagen oder bist du hier der Stammtischparolenvertreter? Beschäftige dich doch erstmal mit dem Sinn und Zweck der GEZ.
 
@remotiv: Er hat doch zum Thema geschrieben, dass das (Thema) nichts mehr mit Grundversorgung zu tun hat. Sinn der GEZ: Abkassieren ! Denn die ÖR machen trotzdem Werbung. Genau das waren damals die Gründe für die GEZ-Gebühren: Der Verzicht auf Werbung und damit finanzielle Unabhängigkeit !
 
@remotiv: tue ich doch ! GEZ = Sicherung+Finanzierung der GRUNDversorgung, und nicht die Bereitstellung auf YOUTUBE, um das Portal+Internet zu überlasten und gleichzeitig noch andere die Serverkosten tragen zu lassen. Wenn dem nicht so ist, bitte ich dich um Aufklärung. $$$$ @ holom@trix: DANKE ! Genauso sehe ich das auch...
 
@remotiv: Der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk ist eine Geldvernichtungsmaschinerie, die in derzeitiger Form seine Daseinsberechtigung verloren hat. Erstens finanziert man sich neben den Rundfunkgebühren durch Werbung und ist damit teilweise von Quoten abhängig. Zweitens kopiert man mittlerweile die Privatsender und verschiebt anspruchsvolle Inhalte immer öfter in die Nacht. Übrigens wird die Rundfunkgebühr ab Januar 2009 auf 18 Euro steigen.


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen

Schreiben Sie uns Ihre Meinung, bewerten Sie Kommentare oder diskutieren Sie mit anderen WinFuture.de Lesern!

Melden Sie sich jetzt kostenlos an
oder verwenden Sie Ihren bestehenden Zugang.

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

Community

  • Neue Kommentare
  • Neue Mitglieder

WinFuture wird gehostet von Artfiles

MSDN Online

News zu IT Pro- und Dev-Tools