BitTorrent: Entlassungen nach gescheitertem Deal

Wirtschaft & Firmen Das Start-up BitTorrent Inc., bei dem die gleichnamige Technologie des P2P-Distributionssystems weitgehend entwickelt wurde, hat Entlassungen angekündigt. Die komplette Vertriebs- und Marketing-Abteilung soll aufgelöst werden.

Zwölf der 55 Beschäftigten müssen gehen, teilte das Unternehmen mit. Hintergrund ist das Scheitern eines Großauftrages, der dem Unternehmen zusätzlich als Referenz für ein weiteres Wachstum dienen sollte.


Mit dem Torrent Entertainment Network hatte die BitTorrent Inc. einen Online-Shop für verschiedene digitale Medien entwickelt. Die Auslieferung der Inhalte sollte auf P2P-Basis erfolgen. Die Handelskette Best Buy wollte das System erwerben und nach inoffiziellen Berichten 15 Millionen Dollar zahlen.

Warum der Deal scheiterte, ist nicht bekannt. Offenbar lag die Ursache aber in juristischen Unsicherheiten und der mangelnden Risikobereitschaft des Best Buy-Managements. Auch der Verkauf von DNA, einer P2P-Medienplattform für Unternehmen gestaltet sich offenbar schwer. Intern soll inzwischen sogar darüber nachgedacht werden, die Software komplett freizugeben.
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Das Problem ist wohl, dass der Name "BitTorrent" zu oft negative Schlagzeilen macht, obwohl die Firma selbst direkt nichts damit zu tun hat. Jedes Mal, wenn ein Bittorrent-Tracker geschlossen oder vor Gericht gezerrt wird, erscheint auch diese Firma (unberechtigt) in einem schlechten Licht.
 
@drhook: [ . . . obwohl die Firma selbst direkt nichts damit zu tun hat . . . ] - wie kommst du nur auf so einen scheiß? jahrelang hat es "der erfinder" als filesharing-tool auch für "zweifelhafte" inhalte auf der eigenen seite beworben und vertrieben - bis die ersten klage-androhungen der MI eintrudelten als sie auf die idee kamen die entwickler und anbieter solcher softwares zu verklagen (im falle des bittorrent sind sie aber gegen die wand gefahren). dann schwenkte er ganz schnell um auf braven bürger der keinem rechteinhaber was böses will. ist ja auch verständlich nach der klageandrohung. erst einige zeit später trug er sich mit dem gedanken es in ein reguläres geschäftsmodell umzuwandeln.
 
@drhook: Ich muss bilbao zustimmen, Bittorrent war von Anfang an für mehrere "Einsatzzwecke" gedacht...oder glaubst du wirklich die Firma wusste nicht von Anfang an das sich die Software wunderbar für das Filesharing eignet?
 
@Shadi: besonders deshalb weil am anfang keine firma stand - sondern ein junger 25 jähriger (bram cohen) der mit freunden und bekannten (und dem rest der welt) leichter und schneller, als bis dahin üblich, files tauschen wollte. er ist u.a. auch grüder der CodeCon ("CodeCon is a conference for hackers and technology enthusiasts" (was ja nichts böses ist) - ein schelm wer. . . . naja, du kennst ja sicher das kleine sprüchlein.
 
Tzz wegen 15 Millionen Dollar.. ist doch nix für so eine große bekannte Firma wie BestBuy die jede 50 Meter nen Store haben.


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