Microsoft, Yahoo, Google: China-Richtlinie fast fertig

Wirtschaft & Firmen Die Konzerne Yahoo, Google und Microsoft wollen in Kürze eine Richtlinie über die Geschäftstätigkeit in Ländern vorlegen, die das Internet zensieren. Vor gut einem Jahr hatte man sich darauf verständigt, einen solchen Katalog zu erstellen. Die Unternehmen reagierten damit auf massive Kritiken von Menschenrechtsorganisationen und Nutzern. Zuvor hatte Google eine eigene Suchmaschine für China gestartet, in der Inhalte ausgeklammert werden, die der chinesischen Regierung nicht passen.

Yahoo hatte sogar Nutzerdaten von demokratisch eingestellten Anwendern weitergegeben. Dies führte zu Verhaftungen. Bis zu zehn Jahre müssen einige Betroffene im Gefängnis verbringen.

Den Unternehmen wurde vorgeworfen, sich beliebig der staatlichen Repression in Ländern wie China unterzuordnen, wenn satte Gewinne locken. Das Image die drei Firmen hatte darunter deutlich gelitten und sie erklärten sich bereit, eigene Richtlinien aufzustellen.

Der Prozess sei im Wesentlichen abgeschlossen, hieß es nun. Die Selbstverpflichtung soll nicht nur für China, sondern auch für alle anderen restriktiven Staaten gelten. Zu Details wollte man sich allerdings noch nicht äußern. Das fertige Papier soll allerdings noch in diesem Jahr, voraussichtlich im Herbst, veröffentlicht werden.

Der Entwurf wurde den Angaben zufolge allerdings bereits an einige US-Senatoren geschickt, die sich der Kritik an den Unternehmen angeschlossen hatten. Von diesen erwartet man sich nun zusätzliche Hinweise.
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