 Der Grafikkartenhersteller Nvidia hat Berichte dementiert, wonach das Unternehmen sich aus dem Chipsatzgeschäft zurück ziehen will. Die Meldung nahm ihren Ursprung beim taiwanischen Branchendienst DigiTimes, der nun aufgefordert wurde, sie "voll zurück zu ziehen".
DigiTimes hatte zuvor berichtet, dass Nvidia "das Handtuch geworfen" habe und künftig keine Chipsätze mehr anbieten wolle. Man berief sich dabei auf eine Quelle bei einem der wichtigsten taiwanischen Mainboardhersteller. Es habe ein Treffen mit Nvidia gegeben, bei dem das Interesse der Mainboardhersteller an der Weiterführung der Chipsatzentwicklung und Produktion ausgelotet werden sollte.
Bryan Del Rizzo von Nvidia erklärte in einer an zahlreiche Medien verschickten E-Mail, dass die Behauptungen der DigiTimes falsch sind und jeder Grundlage entbehren. Man habe nicht vor, das Chipsatzgeschäft aufzugeben. Tatsächlich sei das MCP-Business stark wie immer, sowohl für AMD-, als auch Intel-Plattformen.
Als Beleg dafür verwies Del Rizzo auf Nvidias Marktanteil von 60 Prozent bei Chipsätzen für AMD-Prozessoren, der in den letzten zwei Jahren trotz der Einführung neuer Chipsätze von AMD selbst stabil geblieben sein soll. Nvidia erzielt derzeit 17 bis 18 Prozent seiner Umsätze aus dem Vertrieb von Chipsätzen.
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