Microsoft: Besser Suchen auf Kosten der Privatsphäre

Internet & Webdienste Microsoft-Forscher haben ein Papier veröffentlicht, in dem sie eine neue Methode für das Ranking von Webseiten nach Relevanz bei Suchanfragen mit Schlüsselwörtern beschreiben. Google nutzt einen solchen Ansatz bei seinem PageRank-Algorithmus. Mit dem "BrowseRank" genannten Ansatz will Microsoft ein besseres Konzept entwickelt haben, mit dem über die Position von Webseiten in den Suchergebnislisten entschieden wird. Das Forschungspapier geht auf die Arbeit von Microsofts chinesischem Labor für die Entwicklung von Suchtechnologien zurück.

Googles PageRank arbeitet mit Links als Maßstab für Relevanz - ein oft verlinktes Webangebot hat dabei immer eine höhere Autorität, taucht also an einer höheren Position in den Suchergebnissen auf als andere. Dies ist nach Auffassung der Microsoft-Forscher aber auch der größte Nachteil des Systems.

Grund dafür ist ihrer Ansicht nach die für Webmaster bestehende Möglichkeit, in ihre Angebote Links einzubinden bzw. diese zu entfernen, um so die Relevanz von Websites im Google-Ranking zu beeinflussen. Microsofts Ansatz geht deshalb noch ein ganzes Stück weiter, um eventuelle Fehlerquellen auszuschließen.

Statt nur die Zahl von Links zu einem bestimmten Webangebot zu messen, bezieht BrowseRank auch das Nutzerverhalten mit ein. Man versucht also zu ermitteln, welche Seiten der User besucht und wie lange er sich dort aufhält. Je häufiger ein Nutzer eine Seite besucht und je mehr Zeit er dort verbringt, desto größer die Relevanz des Angebots, so die recht simple Logik.

Mögliche Bedenken wegen eventueller Eingriffe in die Privatsphäre durch die Verwendung von Daten zum Nutzerverhalten halten die Forscher für unbegründet. Die verwendeten Daten seien von vornherein auf persönliche Daten überprüft worden, wobei man alle personenbezogenen Informationen entfernt habe, heißt es in dem Papier.

Dennoch dürften die Bedenken von Datenschützern gegenüber dem Ansatz weiterhin groß sein, da Microsoft das Surf-Verhalten von Millionen Nutzern überwachen müsste, damit das System auf breiter Basis funktionieren kann. Dazu müsste nach dem Konzept für jeden Nutzer aufgezeichnet werden, welche Websites er wie lange besucht.
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