Microsoft: Windows- & Online-Sparte wird aufgeteilt

Wirtschaft & Firmen Microsoft baut intern weiter um. Jetzt geht mit Kevin Johnson ein bisher besonders wichtiger Mitarbeiter - er war bis zuletzt für Microsofts wohl wichtigste Unternehmenssparte, die Platforms & Services Division zuständig, die auch Windows entwickelt. Der überraschende Weggang von Johnson wird von Analysten als Zeichen für einen wachsenden Konkurrenzdruck gesehen, auf den Microsoft mit einer Neuausrichtung zu reagieren versucht. Johnsons Platforms & Services Division (PSD) ist auch für die Online-Dienste von Microsoft zuständig, die sich bisher nicht wirklich als Alternative zu den Produkten von Konkurrenten wie Google etablieren konnten.

Auch für den mäßigen Erfolg der Einführung von Windows Vista trägt Kevin Johnson als Corporate Vice-President letztenendes gegenüber der Führungsetage um Microsoft-Boss Steve Ballmer die Verantwortung. Er wird künftig laut Medienberichten das Technologieunternehmen Juniper Networks leiten, was aber weder die Firma, noch er selbst bisher bestätigt haben.

Johnson war seit 16 Jahren für Microsoft tätig und seit 2005 Chef der PSD. In seiner Tätigkeit überwachte er auch die bisher größte Übernahme in Microsofts Firmengeschichte, als das Unternehmen den Werbevermarkter aQuantive für sechs Milliarden US-Dollar aufkaufte. Er war aber auch eine wichtige Figur im Ringen um den Internetkonzern Yahoo, das zuletzt mit großem Medienecho scheiterte.

Johnsons Abgang leitet tiefgreifende Veränderungen in der Unternehmensstruktur von Microsoft ein. Wie Firmenchef Steve Ballmer in diesem Zusammenhang mitteilte, wird die Platforms & Services Division in zwei Gruppen aufgeteilt. Künftig soll es ihm zufolge eine Windows/Windows Live Sparte geben und eine Abteilung für Online-Services.

Die Chefs beider Abteilungen werden direkt an Ballmer Bericht erstatten, so dass dieser ihre Geschäfte aus größerer Nähe beobachten und beeinflussen kann - für die wahrscheinlich wichtigsten Geschäftsbereiche von Microsoft wohl nicht unerheblich. Der Windows/Windows Live Sparte stehen weiterhin Steven Sinofsky, Jon DeVaan und Bill Veghte vor.

Die neue Online-Services-Abteilung soll nach einer internen und externen Suche einen neuen Chef bekommen. Viele Analysten zeigten sich überrascht, dass Microsoft nicht direkt einen Nachfolger benannte oder benennen konnte. Das Unternehmen hatte erst vor wenigen Tagen angekündigt, dass man große Investitionen in diesem Bereich tätigen will.

Die Nachricht von Johnsons Weggang kam nur einen Tag bevor sich Microsoft heute während seines jährlichen Treffens mit Finanzanalysten wohl ausführlich für seine Aktivitäten im Online-Bereich rechtfertigen muss. Die Börse spekuliert unterdessen weiter, warum Johnson seinen Hut nehmen muss. Eine Möglichkeit ist ihrer Auffassung nach auch, dass er den Weg für eine Partnerschaft im Web frei macht - Microsoft verhandelte jüngst immer wieder mit Time Warner über eine mögliche Übernahme von AOL.
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