Deutsche Telekom: Erneute Massenentlassungen

Wirtschaft & Firmen Die Deutsche Telekom will offenbar rund 4.000 Arbeitsplätze in ihrer Geschäftskunden-Sparte T-Systems vernichten. Erstmals in der Konzerngeschichte sind dabei auch betriebsbedingte Kündigungen im Gespräch. Das Unternehmen hat seine Belegschaft in den letzten Jahren bereits deutlich verkleinert. Um möglichst wenig Widerstand gegen die Stellenstreichungen zu provozieren setzte das Management dabei aber auf so genannte "sozialverträgliche Maßnahmen". Dabei werden beispielsweise Arbeitsplätze, die durch Pensionierung frei werden, nicht neu besetzt oder Anreize für freiwillige Kündigungen gegeben. Damit wurde die Zahl der Mitarbeiter seit den 90er Jahren bereits um rund 10.000 gesenkt.

Bei T-Systems ist man nun aber offenbar bereit, sich härter mit der Belegschaft anzulegen, um die Renditen auf das gewünschte Maß zu bringen. "Sollten unsere sozialverträglichen Maßnahmen nicht ausreichen, kann ich in letzter Konsequenz betriebsbedingte Kündigungen nicht ausschließen", sagte Personalvorstand Thomas Sattelberger gegenüber der 'Rheinischen Post'.

Die genaue Zahl der zu streichenden Arbeitsplätze stehe demnach bisher noch nicht fest. Sie hänge, so Sattelberger, von der diesjährigen Geschäftsentwicklung, dem Verkauf von Konzernteilen beziehungsweise den Übernahmen bis zum Jahr 2010 ab. Wie die Zeitung berichtet, wird in Konzernkreisen allerdings eine Zahl von rund 4.000 Stellen benannt.

Heute will Sattelberger der Belegschaft erst einmal ein Abfindungsprogramm vorstellen, dass neben einer Geldzahlung auch die Unterstützung bei der Suche nach einem neuen Job beinhaltet. Bis zum Februar 2009 sollen sich Mitarbeiter dann entscheiden können, ob sie ihren Arbeitsplatz verkaufen und freiwillig den Konzern verlassen.

Er hoffe, dass möglichst viele Beschäftigte für diesen Weg gewonnen werden können, so Sattelberger gegenüber der Zeitung. Eine Auseinandersetzung mit der Gewerkschaft Verdi soll möglichst verhindert werden. Im letzten Jahr hatte diese mit einem Streik bereits gegen die Abschiebung tausender Beschäftigter im Kundendienst in die neue Konzerntochter T-Service gewehrt, die mit massiven Lohnkürzungen verbunden sein sollte.
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