SanDisk: Vista-Macken bremsen Solid State Drives aus

Windows Vista Hinter den Kulissen arbeiten Microsoft und die Hersteller der auf Flash-Speicher basierten Solid State Drives (SSD) zwar schon lange eng zusammen. SanDisk, Marktführer unter den Flash-Speicher-Herstellern und selbst Anbieter von SSDs, ist dennoch unzufrieden. Das Unternehmen bemängelte bei der Bekanntgabe seiner Geschäftszahlen öffentlich, dass Windows Vista nicht für die Verwendung in Verbindung mit Solid State Drives optimiert worden sei. Die Einführung verbesserter SSDs werde deshalb erst im kommenden Jahr erfolgen.

Mit "verbessert" ist in diesem Fall die Verwendung von Multi Level Cell (MLC) Flash-Speicher gemeint, der allerdings einen aufwendigeren Controller benötigt, um die Nutzung des Speicher effektiv zu steuern. Nur so lassen sich die Vorteile des Flash-Speichers nutzen, ohne dabei die Lebensdauer der Laufwerke zu beeinträchtigen.

SanDisk will seine MLC-basierten neuen SSDs in Kapazitäten von 128, 160 und 256 Gigabyte anbieten. Andere Hersteller bieten schon jetzt derartige Laufwerke an. Für SanDisk stellt gerade Windows Vista aber ein Hindernis bei der Einführung dar, weil man dessen Mängel bei der Entwicklung des Controllers für die hauseigenen SSDs berücksichtigen muss.

Das Problem liege im grundlegenden Design von Windows Vista. Die SSD-Hersteller müssten die Probleme des Betriebssystems mit speziellen Controllern wieder gut machen, so SanDisk-Boss Eli Harari. Die Leistung von SSDs werde durch Vista bisher gebremst, so dass die Laufwerke die Erwartungen des Marktes nicht erfüllen können, sagte er weiter.

Man könne erst Ende 2008 bzw. Anfang 2009 damit beginnen, erste Samples der neuen SSDs zu fertigen, weil man Probleme hatte, die durch Vista geschaffenen Beschränkungen nachzuvollziehen. Im Low-End-Bereich, also zum Beispiel bei den neuen Netbooks und Nettops sieht SanDisk aber keine Probleme.

Die in diesem Segment erhältlichen SSDs mit 8, 16 oder 32 Gigabyte Speicher reichten vollkommen aus, weil an sie keine hohen Anforderungen gestellt werden. Microsoft hat bisher nicht auf die Kritik von SanDisk reagiert. Die Redmonder mussten schon wegen der angeblich mangelnden Unterstützung für Hybrid-Festplatten unter Vista eine heftige Schelte der Hersteller einstecken.

Intern ist man sich bei dem Softwarekonzern der Probleme aber schon lange bewusst. Schon auf der WinHEC 2007, Microsofts Hardware-Konferenz, war von geplanten Verbesserungen für eine optimale Unterstützung von SSDs die Rede. Bisher konnten die Pläne aber offenbar nicht in die Tat umgesetzt werden.
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