Vorinstallation: 200 US-Dollar statt Windows Vista

Windows Vista Ein Amerikaner hat mit viel Geduld und Geschick nach dem Kauf eines HP-Notebooks mit Windows Vista ganze 200 US-Dollar des Kaufpreises zurückerstattet bekommen. Dabei hielt er sich ausschließlich an die Vorgaben aus den Nutzungsbedingungen von Windows. Die Geschichte von "Benji" begann schon Ende Mai 2008. Nach einem Diebstahl musste er ein neues Notebook erwerben und entschied sich für das Modell DV6815nr von Hewlett-Packard, das er bei einer Niederlassung der US-Elektronikkette Best Buy kaufte. Nach dem ersten Einschalten des Geräts wurde er von den Nutzungsbedingungen von Windows begrüßt.

Bei Fertig-Systemen wie dem hier betroffenen HP-Notebook muss der Kunde den Nutzungsbedingungen von Windows zustimmen - wenn er dies denn will. "Benji" hatte dies jedoch nicht vor. In dem seitenlangen Text fand sich auch die Lösung für das Problem - ein Hinweis, dass man sich bei Ablehnung der Regelungen an den Hersteller des Gerätes wenden kann, um eine Rückzahlung der Kosten des Betriebssystems zu beantragen.

Nach einem ersten Versuch, die HP-Hotline wegen eines Umtauschs zu kontaktieren, wandte sich der Käufer mit seinem Rückgabewunsch erneut an den Kundendienst. Fast 40 Minuten später verlief das Gespräch im Sande, so dass er einige Tage später erneut einen Versuch wagte. Nach einigem Wirrwarr wurde er dann auch endlich zu einer Fallbearbeiterin durchgestellt.

Nach einer Konsultation bezüglich des genauen Wortlauts der Nutzungsbedingungen von Windows stimmte die Mitarbeiterin zu, sich die Rechnung für das HP-Notebook und einen Screenshot des genauen Wortlauts der Nutzungsbedingungen zuschicken zu lassen. Dem leistete der Käufer umgehend Folge.

Inzwischen war es Mitte Juni, doch für den Kunden entwickelte sich die Sache überraschend positiv. Die Support-Mitarbeiterin bestätigte ihm, dass er aufgrund der Firmenpolitik von HP und der Nutzungsbedingungen von Windows tatsächlich berechtigt sei, eine Rückzahlung für das vorinstallierte Windows Vista zu erhalten - in Höhe von 200 US-Dollar.

Doch statt dem versprochenen Scheck kehrte nun die große Stille ein. Zunächst hatte die Support-Mitarbeiterin wieder einige Tage nicht auf E-Mails geantwortet, dann verlangte sie ein Gespräch über die Höhe der Rückzahlung, obwohl sie zuvor einen konkreten Betrag genannt hatte.

Der Kunde reagierte mit einem Verweis auf seine Rechte und drohte sogar mit rechtlichen Schritten. Darauf reagierte der HP-Support aber nun plötzlich nicht mehr. Offenbar wartete "Benji" aber ohnehin umsonst auf eine Rückmeldung, denn bei HP waren fast zwei Monate nach der ersten Anfrage die Dinge intern ins Rollen gekommen.

Am letzten Donnerstag erhielt er nämlich die versprochene Gutschrift in Form eines Schecks über 200 US-Dollar. Für den Kunden hat sich der Aufwand trotz allem nach eigenem Bekunden mehr als gelohnt. Durch die Rückzahlung für das Betriebssystem, das er nicht wollte, sank der Preis des Notebooks nämlich auf nunmehr magere 400 US-Dollar plus Steuern.

Für den nun doch noch glücklichen HP-Kunden steht allerdings fest, dass er kein weiteres Notebook des Herstellers erwerben will. Bei Dell sei der Kauf wesentlich einfacher, da den Kunden das Geld für das möglicherweise unerwünscht vorinstallierte Windows beim Konkurrenten angeblich ohne große Komplikationen ausgezahlt wird.

Weitere Informationen: Equiliberate.org
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