Von Google zu Microsoft: Wo arbeitet es sich besser?

Microsoft In der amerikanischen Blogosphäre entwickelt sich derzeit eine heiße Diskussion darüber, wo man denn als Entwickler besser dran ist - bei Google oder bei Microsoft? Einige prominente Programmierer berichten von ihren Erlebnissen, letztlich scheint sich die Waage aber in Richtung Redmond zu neigen.

Den Anfang machte Sergey Solyanik mit dem selbsterklärend betitelten Blog-Eintrag Back to Microsoft, in dem er seinen Wechsel von Microsoft zu Google und wieder zurück begründet. Seinen Angaben zufolge gefiel ihm vor allem die Unternehmenskultur bei Google nicht. Die Entwickler würden in zwei Gruppen unterteilt - die einen arbeiten an den "coolen" Webanwendungen, die jeder kennt, während die anderen die grundlegenden Arbeiten dahinter erledigten.


Gerade diese Ausrichtung auf "coole", aber nicht zwingend sinnvolle oder dringend nötige Software, mache deutlich, wie die Entwicklung bei Google funktioniert. Alles werde von den Ingenieuren gemacht, während es kaum Tester und Programm-Manager gibt. Dies führe zwar zu schnellen Produktveröffentlichungen, die Software bzw. die Anwendungen seien letztlich aber oft nur von minderer Qualität, kritisierte Solyanik.

Sein Entwicklerkollege Svetlin Nakov stellte schon im März 2008 fest, dass es einen großen Unterschied zwischen der Professionalität der Arbeit bei Google und Microsoft geben muss. Der erfahrene Programmierer hatte sich bei Microsoft und Google um eine Stelle beworben und dadurch am eigenen Leib erfahren, wie unterschiedlich die Philosophie der beiden Konzerne ist.

Während er bei Microsoft den Eindruck erlangte, dort habe alles seine Ordnung, werde gut verwaltet und sei perfekt strukturiert, sei es bei Google zugegangen wie im Kindergarten. Überall habe man junge und unerfahrene Leute angetroffen, die Büros voller Spaß und Unterhaltung bevölkern. Die Bewerbungsgespräche seien nur auf junge Mitarbeiter zugeschnitten, wobei die "Traditionen in der Entwicklung von hochqualitativer Software" keine Berücksichtigung finden.

Seine Bewerbung bei Microsoft scheiterte nach Angaben des seit 12 Jahren in diesem Beruf tätigen Entwicklers nur an der in seinen Augen nicht angemessenen Bezahlung. Einer der weiteren Rückkehrer ist auch Danny Thorpe, der ursprünglich für Microsoft tätig war, dann zu Google wechselte, und nun wieder für den Redmonder Softwareriesen tätig ist. Er ist vor allem für seine Arbeit an Delphi bekannt und arbeitet nun mit einem Team erfahrener Entwickler im Visual Studio Team.

Natürlich dürfte es auch den einen oder anderen Entwickler geben, der bei Google glücklicher ist. Sicher scheint jedoch, dass erfahrene Entwickler lieber für Microsoft tätig sind, da ihnen angeblich sehr große Professionalität der dortigen Arbeitsprozesse besser liegt. Junge Programmierer würden hingegen Google und andere junge Web-Firmen bevorzugen, weil die Arbeit dort für sie einfacher ist.

Gerade weil Microsoft schon seit Jahrzehnten im Geschäft ist, muss der Konzern so professionell vorgehen, stellt Dare Obasanjo in seinem Weblog fest. Bei Google hingegen gebe es keine alten Produkte, die bei Neuentwicklungen berücksichtigt werden müssen. Auch sei weniger "Politik" im Spiel, so dass sich Neuentwicklungen schneller umsetzen lassen. Obasanjo ist übrigens bei Microsoft tätig.
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Google macht nun mal coolere Sachen als MS. Was gegen Büros voller Spaß ist, kann ich auch nicht nachvollziehen.
 
@justpictures.net.tc: wer was kann, zieht halt gediegene Firmen vor. Im Grunde genommen,kann man die beiden Firmen überhaupt nicht vergleichen.
 
@justpictures.net.tc: wer was kann? Jeder der was kann hat auch eine Arbeitsweise, di er entweder bereit ist anzupassen, oder nicht. Und dann stimmt die Arbeitsweise der Firma entweder überein, und man ist zufrieden, oder nicht, und man geht woanders hin. Wenn man was kann.
 
Im Google Zenter in Zürich muss der neue Mitarbeiter eine Woche lang ein Hütchen tragen damit ihn alle als neuen erkennen.
 
@Tomato_DeluXe: Und bei uns nent man die Klappstühle :-) Ich finde Spaß muß sein aber nicht zu sehr man ist ja auf der Arbeit um zu Arbeiten.


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