eBay: EU-Handelsgesetze behindern Online-Anbieter

Recht, Politik & EU Das Online-Auktionshaus eBay hat die Handelsgesetzgebung der Europäischen Union als Überbleibsel aus dem letzten Jahrhundert kritisiert. Verbraucher würden nach Angaben des Unternehmens unter anderem im grenzüberschreitenden Handel noch zu stark eingeschränkt. Die aktuellen Regelungen seien außerdem noch so gestaltet, dass sie von traditionellen Handelsfirmen zu Ungunsten des Online-Vertriebs ausgenutzt werden können. eBay ist deshalb nach eigenen Angaben bestrebt, Internet-Händler zusammenzuschließen und gegenüber der Politik für eine Änderung der Gesetzeslage einzutreten.

"Die lokal verwurzelten Unternehmen wollen weiterhin wie in den 50er Jahren Geld verdienen", beklagte Paloma Castro, EU-Beauftragter eBays. Es sei aber nötig, die Geschäftsmodelle an die New Economy anzupassen. Ein Problem sei beispielsweise die starke Segmentierung des europäischen Binnenmarktes, in dem es in den einzelnen Regionen höchst unterschiedliche Preisstrukturen gibt.

Laut Castro können Nutzer beim Online-Shoppling laut aktueller Untersuchungen im Durchschnitt 17 Prozent sparen. Mit einer aktuelleren Gesetzgebung seien hier noch viel deutlichere Vorteile für den Verbraucher machbar, so der Lobbyist.
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