Windows "7": Einige Vista-Features nur noch einzeln

Windows 7 Um möglichen Klagen wegen Wettbewerbsverzerrung oder Monopolmissbrauch vorzubeugen, will Microsoft bei Windows "7" offenbar zahlreiche bisher als Teil des Betriebssystems vertriebene Zusatzfunktionen auslagern. Unter anderem werden diese künftig als Teil von eigenständigen Zusatzprogrammen angeboten, zum Beispiel unter der Windows Live Marke. Wie der Microsoft-Entwickler Boris Kogan in seinem Weblog preis gab, ist ein solcher Schritt unter anderem für die in Windows seit Vista enthaltenen Funktionen zur Nutzungskontrolle von Jugendlichen durch deren Eltern geplant, an deren Entwicklung er beteiligt ist. Seinen Angaben nach soll Windows "7" nur noch grundlegende Funktionen zum Jugendschutz mitbringen, der Löwenanteil wird in das separate Produkt "Windows Live Parental Controls" ausgelagert, womit er wahrscheinlich das schon jetzt erhältliche Windows Live OneCare Family Safety meint.

Mit Windows "7" wird es deshalb ab Werk nicht mehr möglich sein, das Surfverhalten des Nachwuchses zu kontrollieren. Der Web-Filter verschwindet und wird nur noch über Windows Live angeboten. Das gleiche gilt auch für das so genannte Activity Reporting, bei dem Eltern nachvollziehen können, was die Kinder während der PC-Nutzung angestellt haben.

Da die Funktionalitäten nun in Richtung Windows Live wandern, wird der Anwender nach Angaben von Kogan beim ersten Konfigurationsversuch des Jugendschutzes ausführlich darüber aufgeklärt, dass nur noch grundlegende Funktionen geboten werden, alle Zusatzanwendungen aber noch über Windows Live verfügbar sind.

Laut Kogan kann jeder beliebige Drittanbieter künftig eigene Jugendschutzsoftware entwickeln, die zwar ähnliche Funktionen bieten muss, generell aber problemlos in die Systemsteuerung von Windows "7" integriert werden kann. Sogar das Hinzufügen und Entfernen einzelner Funktionen zu den bereits von Microsoft bereit gestellten Möglichkeiten soll möglich sein.

Kogans Äußerungen dürften auch für viele andere Funktionen gelten. Künftig wird es dem Anwender also nicht nur möglich sein, zum Beispiel wie inzwischen unter Vista selbst auszuwählen, welche Desktop-Suche er nutzen will - Google oder lieber doch das Microsoft-"Original" - sondern auch bei weiteren systemweit greifenden Funktionalitäten die werkseitig gebotenen Lösungen durch Alternativen zu ersetzen.
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