Microsofts 'Geburtshelfer' Jon Shirley zieht sich zurück

Personen aus der Wirtschaft Der frühere Microsoft-Präsident Jon Shirley will sich nicht zur Wiederwahl in die Führungsspitze des Unternehmens stellen. Nach 25 Jahren in der Chefetage zieht sich mit Shirley ein weiterer altgedienter Veteran der IT-Industrie zurück. Er war einst einer der "Geburtshelfer" von Microsoft. Wie Microsoft mitteilte, will sich der 70-jährige Shirley im November von den Aktionären nicht erneut in den Vorstand wählen lassen. Er will sich eigenen Angaben zufolge nun mehr persönlichen Interessen widmen. Shirley war schon 1983 zu Microsoft gekommen, nachdem er zuvor 25 Jahre für die Tandy Corporation arbeitete.

Er wurde recht bald in Führungspositionen eingesetzt, unter anderem als Chief Operation Officer (COO), und war einer der führenden Köpfe hinter Microsofts Börsengang im Jahr 1986. Schon 1990 zog er sich aus dem aktiven Geschäft des Softwarekonzerns wieder zurück, blieb aber weiterhin Mitglied des Vorstands.

Branchenkennern zufolge war Shirley für Microsofts Aufstieg zum Weltkonzern entscheidend mit verantwortlich. Er sei für das junge Unternehmen in den frühen Achtzigerjahren praktisch die Stimme der Vernunft gewesen, die dafür sorgte, das man auf dem richtigen Weg blieb - ähnlich wie es Eric Schmidt für Google und Jim Barksdale für Netscape sind bzw. waren.
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