Eingehende Handy-Anrufe dürfen künftig Geld kosten

Handys & Smartphones Die EU-Kommission will nach eigenen Angaben vorerst nicht gegen Mobilfunkbetreiber vorgehen, die ihren Kunden auch die Annahme eingehender Anrufe im Inland in Rechnung stellen wollen. Dies erklärte gestern Martin Selmayr, Sprecher der Kommission für Telekommunikationsfragen. Es bleibe den Unternehmen überlassen, derartige Abrechnungsmodelle einzuführen, wenn sie der Meinung sind, ihr Angebot werde dadurch besonders attraktiv. In Europa zahlen die Handy-Nutzer normalerweise nur für ausgehende Gespräche und bei eingehenden Anrufen im europäischen Ausland. In den USA und Asien ist es hingegen durchaus üblich, für die Annahme von Anrufen Gebühren zu verlangen.

Zwar scheint es daher zunächst nicht so, als würden die europäischen Mobilfunkanbieter nun plötzlich auf derartige Abrechnungsmodelle umschwenken, doch so unwahrscheinlich ist dies nicht. Die EU versucht nämlich derzeit eine Senkung der so genannten Terminationsentgelte zu erreichen, die die Netzbetreiber einander bei Gesprächen ihrer Kunden zwischen zwei verschiedenen Anbietern zahlen.

Da dadurch den Netzbetreibern Einnahmen wegbrechen würden, gilt es als wahrscheinlich, dass die Unternehmen nach neuen Wegen suchen werden, um die entgangenen Einkünfte anderweitig zu erzielen. Insgesamt geht die EU jedoch davon aus, dass das Telefonieren mit dem Handy durch neue Regelungen auf lange Sicht billiger wird, da ein stärkerer Wettbewerb unter den Anbietern entstehen soll.
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren90
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Jetzt als Amazon Blitzangebot

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles

Tipp einsenden