Grafikchips: AMD und Nvidia mit Teraflops-Leistung
Heute werden AMD und Nvidia die neuen Generationen ihrer Grafikprozessoren vorstellen. Die Chips sollen für die Verarbeitung von Animationen und Videos, aber auch für wissenschaftliche und technische Anwendungen genutzt werden können.
Durch den Einsatz mehrerer Rechenkerne wird dabei bei beiden Herstellern die Leistungsmarke von einem Teraflops übertroffen. Allerdings geht man beim Design der Chips unterschiedliche Wege. AMD nimmt beispielsweise Abschied von der bisherigen Strategie, eine High End-GPU bereitzustellen und diese mit abgeschalteten Funktionen in unteren Preisklassen zu vertreiben.
Statt dessen werden Systeme der oberen Preisklasse mit zwei Chips ausgestattet, die über eine breitbandige Verbindung miteinander gekoppelt sind. Rick Bergman, Chef der Grafikchip-Sparte AMDs zeigt sich von dem Konzept überzeugt: "Ich gehe davon aus, dass unser Wettbewerber bei seiner nächsten GPU den gleichen Weg gehen wird."
AMDs neue GPU 4850 soll demnach rund 75 Prozent der Leistung von Nvidias High End-Chips GTX280 bringen. Der Stromverbrauch liegt mit 110 Watt allerdings deutlich niedriger als beim Konkurrenzprodukt, dass eine Leistungsaufnahme von 236 Watt hat. Beim Preis kann AMD noch deutlicher Punkten: 199 Dollar statt 649 Dollar kostet der Prozessor. Grafikkarten mit zwei zusammengeschalteten GPUs wären damit immer noch billiger, sollen aber 30 Prozent mehr Performance bereitstellen.
Mit dem 4870 stellt AMD außerdem einen weiteren Chip bereit, der 299 Dollar kostet und mehr Leistung bietet. Beide Grafikprozessoren sind im 55-Nanometer-Verfahren gefertig, während Nvidia noch auf 65-Nanometer-Technologien setzt. AMD erreicht dadurch eine deutlich kompaktere Bauweise von 16 x 16 Millimetern (Nvidia: 24 x 24 Millimeter).
AMD integriert außerdem Unterstützung für GDDR5-Speicher in seine GPUs. Daten können zwischen dem Memory-Komponenten und dem Prozessor mit einer Geschwindigkeit von 3,2 Gigabit pro Sekunde ausgetauscht werden.
Nvidia unterstützt vorerst noch die GDDR3-Technologie. Das Unternehmen bietet allerdings weiterhin den Grafikprozessor, der für sich selbst genommen die beste Performance bietet. In dem Chip arbeiten 1,4 Milliarden Transistoren mit einer Taktfrequenz von 1,6 Gigahertz. Bis zu 30.000 Threads können parallel verarbeitet werden.
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