Neue ASUS EeePC Mini-Laptops: Billig war gestern
In diesem Sommer steht uns eine wahre Flut von kleinen Notebooks ins Haus. Nachdem die ersten Modelle bereits mit einigem Erfolg und zu niedrigen Preisen verkauft wurden, geht es nun nicht nur in Sachen Hardware-Ausstattung aufwärts. Die wachsenden Displays und Ausstattungslisten werden durch steigende Preise erkauft.
Das wohl beste Beispiel dafür sind ASUS' neue EeePC-Modelle. Auf der Branchenmesse Computex wurden kürzlich neue Varianten des "Ultra Low Cost PCs" vorgestellt, der bisher nur mit einem 7-Zoll-Display und zu Preisen ab 299 Euro zu haben ist (wir berichteten). Die neuen Versionen kommen mit neuen Prozessoren und größeren Displays daher - und wesentlich höheren Preisen.
Wie jetzt bekannt wurde, soll der neue ASUS EeePC 901, dessen wichtigstes Merkmal das größere Display mit seinen 8,9 Zoll Diagonale ist, in den USA 599 US-Dollar kosten, egal ob mit Linux oder Windows. Damit stößt das Gerät in Preisregionen vor, in denen man schon für weniger Geld vollwertige "große" Notebooks erwerben kann.
Beim neuen EeePC 1000 bzw. 1000H, der mit einem 10,2-Zoll-Display daher kommt, setzt sich der Trend fort. Das Modell 1000 soll nach Angaben von ASUS in den USA 699 US-Dollar kosten. Der EeePC 1000H, der sich vom 1000er-Modell nur durch die Verwendung einer herkömmlichen Festplatte unterscheidet, soll mit 649 US-Dollar nur unwesentlich günstiger sein.

Die Preise sind laut ASUS zwar nur vorläufiger Natur - man will wohl gegebenenfalls flexibel auf die Preise der immer zahlreicher werdenden Konkurrenten regieren können - sie zeigen aber deutlich wo es hin geht. Den Geräten ist ihre Basis-Ausstattung auf Grundlage von Intels neuer Atom-Plattform gemein.
In Europa werden die Preise der neuen ASUS EeePCs unbestätigten Angaben zufolge 50 US-Dollar höher liegen als in den USA. Die neuen Billig-Laptops sind also bald gar nicht mehr so günstig. Der Kunde muss daher abwägen, ob er ein voll ausgestattetes Budget-Notebook zu einem ähnlichen Preis kaufen will, oder zu Gunsten einer größeren Portabilität auf Funktionen verzichtet und ein "Netbook" wie ASUS' EeePC erwirbt.
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