 Der Computer-Hersteller Apple hat gestern auf der Entwicklerkonferenz WWDC in San Francisco einen Ausblick auf die neue Mac OS X-Version "Snow Leopard" gegeben. Wie bereits vermutet, handelt es sich dabei hauptsächlich um ein technisches Update.
Statt auf neuen Funktionen liege der Fokus auf einer Verbesserung der Leistungsfähigkeit von Mac OS X. Die neue Version soll so die Basis für zukünftige Weiterentwicklungen bilden. "Snow Leopard" ist dabei für Mehrkern-Prozessoren optimiert und zapft zusätzlich die Rechenleistung von Grafikprozessoren an.
In Sachen neuer Funktionen habe man den Pause-Knopf gedrückt, so Bertrand Serlet, Senior Vice President Software Engineering von Apple. Unter der Haube finden sich jedoch verschiedene neue Technologien. So integriert der Hersteller mit "Grand Central" eine Technik, die die Ausnutzung von Mehrkernprozessoren verbessern soll.
"Snow Leopard" kommt außerdem mit der Open Computing Language (OpenCL), die es jeder Applikation ermöglichen soll, auf die Leistung von GPUs zurückzugreifen. Diese stand bisher nur Grafikapplikationen zur Verfügung, so das Unternehmen. OpenCL basiert auf der Programmiersprache C und ist als offener Standard konzipiert.
Das Betriebssystem soll außerdem 64-Bit-Architekturen besser ausnutzen. Das theoretische Systemspeicher-Limit für Software werde auf 16 Terabyte RAM angehoben. Mit QuickTime X integriert Apple eine neue Fassung seiner Media-Software. Außerdem wird Microsoft Exchange 2007 direkt unterstützt. Die Auslieferung der neuen Version von Mac OS X soll in etwa einem Jahr beginnen.
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