Kein Einfuhrverbot: HP & Acer legen Patentkrieg bei

Wirtschaft & Firmen Die Computerhersteller Acer und Hewlett-Packard haben heute mitgeteilt, dass sie sämtliche Patentstreitigkeiten ausgeräumt haben. Durch die Übereinkunft werden nun insgesamt drei laufende Gerichtsverfahren und zwei Untersuchungen der internationalen Handelsaufsicht in den USA hinfällig. Keines der beiden Unternehmen machte Angaben zu den Details der Einigung. Im vergangenen Jahr war ein Patentkrieg zwischen Hewlett-Packard und Acer entstanden, nachdem HP mehrere Klagen gegen den taiwanischen PC-Hersteller eingereicht hatte. Man warf Acer vor, gegen insgesamt 10 Patent zu verstoßen und wollte ein Einfuhrverbot für Acer-Computer erwirken.

Acer nahm dies seinerseits nicht hin und schoss mit eigenen Patentklagen zurück. Angeblich würde HP bestimmte Patente für Antennen-Technologien und Leseköpfe von DVD-ROM-Laufwerken verletzen, hieß es damals. Beide Unternehmen hatten ihre Klagen jeweils am für seine Patententscheidungen berüchtigten Bezirksgericht von Ost-Texas eingereicht.

Nach Auffassung von Marktbeobachtern waren die Patentstreitereien eher ein weiteres Zeichen für den harten Konkurrenzkampf zwischen den beiden PC-Herstellern, als tatsächlich ernstzunehmende Verfahren. Acer macht derzeit seinen Konkurrenten zunehmend das Leben schwer, denn mittlerweile haben die Taiwaner sich als drittgrößter PC-Hersteller etabliert - hinter HP und Dell.
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