Illegale Downloads beschäftigen nicht mehr nur die Musik- und Filmindustrie, zunehmend machen sich auch die Provider im Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen stark. Ein gutes Beispiel hierfür ist der britische Internet-Anbieter Virgin Media.
Ab kommender Woche wird das Unternehmen gemeinsam mit der British Phonographic Industry (BPI) damit beginnen, Verwarnungen an Kunden auszusenden, die ihren Anschluss zum illegalen Herunterladen urheberrechtlich geschützter Inhalte nutzen. Die Briefe selbst sollen dabei von Virgin Media verschickt werden um sicherzugehen, dass die Namen und Adressen der Filesharer nicht an die BPI gelangen.
Wie die britische Musikindustrie berichtet, werden in Großbritannien mehr als 6,5 Millionen Breitbandanschlüsse zum illegalen Herunterladen von Musik genutzt. Ziel der zehnwöchigen Testaktion ist es zum einen, die Besitzer des Breitbandanschlusses vor illegalen Downloads abzuschrecken und zum anderen über Urheberrechtsbestimmungen aufzuklären.
"Bildung und Information sind die Schlüssel zur Reduzierung illegaler Downloads", so Geoff Taylor, Vorstandsvorsitzender der BPI. "Die gemeinsame Kampagne mit Virgin Media ist ein erster Schritt auf dem Weg in diese Richtung." In der Vergangenheit hatte die BPI bereits mit dem Internet-Provider Tiscali zusammengarbeitet, um Raubkopierer vor Gericht zu bringen.


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