Microsoft bleibt weiter die Nr.1 unter den Lobbyisten

Wirtschaft & Firmen Microsoft wird auch im Jahr 2008 wieder das Technologieunternehmen sein, welches am meisten Geld für die Lobbyarbeit in der US-Hauptstadt Washington ausgibt. Dies berichtet eWeek unter Berufung auf Zahlen von OpenSecrets.org, einer Datenbank, die alle Spenden und Lobbyismus-Ausgaben listet, die an US-Senatoren oder Mitglieder des Repräsentantenhauses fließen.

Microsoft führt demnach schon jetzt die Liste der Technologie-Lobbyisten an. In diesem Jahr von wurden von den Redmondern den Angaben zufolge bereits 2,9 Millionen US-Dollar in die Arbeit ihrer Lobbyisten investiert. Insgesamt steuert die Industrie auf einen neuen Rekord zu, was die Höhe der Ausgaben für Tech-Lobbying angeht.


Allein Microsoft wird nach aktuellen Prognosen mehr als 10 Millionen US-Dollar dafür ausgeben - im Jahr 2007 waren es noch 9 Millionen US-Dollar. Auf den Plätzen folgen weitere Schwergewichte der Branche. IBM und Oracle wollen mit 7,5 bzw. 4,7 Millionen US-Dollar wahrscheinlich ebenfalls kräftig Lobbyarbeit betreiben, während Yahoo, Google und Intel mit jeweils zwischen 2,2 und 2,5 Millionen US-Dollar deutlich weniger ausgeben werden.

Ein Microsoft-Sprecher erklärte die großen Aufwendungen für Lobbyismus auf Seiten seines Arbeitgebers mit der wachsenden Bedeutung von Technologie in unserer Welt. Es liege daher in der Verantwortung von Microsoft, im Interesse seiner Aktionäre und der Konsumenten in "gute Politik" zu investieren.

Insgesamt sind die Technologieunternehmen jedoch eher sparsam, wenn man betrachtet, wie viel in anderen Branchen für Lobbyarbeit aufgewendet wird. Gerade die Arzneimittelhersteller, Versicherer und Telekommunikationskonzerne der USA haben in den letzten zehn Jahre mehrere Milliarden US-Dollar an Lobbygeldern ausgegeben.
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"...in "gute Politik" zu investieren". Software-Patente wie es jetzt in der USA ist nicht gut für die Konsumenten
 
Eigentlch sollte die Lobbyarbeit wie sie heute stattfindet verboten werden! Es darf nicht sein, dass Firmen oder Industrieverbände die Politik derart beienflussen, dass die Interessen des zu vertretenden Volkes darunter leiden. (ich meine damit nicht nur M$)
 
@mobby83: Natürlich sollte es verboten werden! Das Bezahlen von Politikern durch Konzerne, damit diese Politiker die Interessen der Konzerne wahrnehmen (anstatt die Interessen des Volkes, das sie gewählt hat), entspricht doch ganz klar der Definition von Bestechung und Korruption. Wie traurig, daß das in einem Rechtsstaat zur Tagesordnung gehört und niemand mehr etwas Negatives dabei findet.
 
@mobby83: In Wien werden bestehende Linux-Installationen wieder durch Vista ersetzt (bzw. Dualboot). Und das NUR wegen einer Spracherkennungssoftware die nur mit den IE (ActiveX) funktioniert. Obwohl spätenstens in einem Jahr eine Firefox und Linux Version rauskäme. (Gplante Zeit für die vollständige Rückmigration auf Windows, 2 Jahre) Gesamtkostenpunkt: 7,6 Millionen Euro (Lizenzen für Vista, Office 2k7, dank Vista neue Hardware und sonstige Kosten) Mit einen Bruchteil dieses Betrages hätte man den Hersteller der Software "bewegen" können den Firefox-Support vorzuziehen. Alternativ hätte man auch einfach vorübergehend wieder die alten Win2000 Lizenzen verwenden können. Aber was will man von Hirnlosen Politikern auch erwarten. Übrigens wurde im Vorfeld extrem vermehrte Lobbyarbeit von Microsoft gemeldet. Damit passt es auch zu dieser News.
 
Nur 10 Millionen im ganzen Jahr? Das ist ja fast garnix. Hätte locker mit dem 5-fachen gerechnet.


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