Copyright-Polizei rechtfertigt DoS-Angriff auf Web-TV

Filesharing Vor kurzem geriet das von der US-Medienindustrie beauftragte Unternehmen MediaDefender ein Mal mehr in die Kritik. Die Anti-Filesharing-Spezialisten hatten den legal betriebenen BitTorrent-Tracker eines Internet-TV-Anbieters angegriffen und für Stunden unerreichbar gemacht.

Der betroffene Online-TV-Sender Revision3 reagierte zunächst mit größtem Unverständnis und drohte MediaDefender mit rechtlichen Schritten. Außerdem wurde die US-Bundespolizei FBI eingeschaltet, die inzwischen in dem Fall ermittelt. Jetzt hat MediaDefender zu den Vorwürfen Stellung genommen. Außerdem will Revision3 nun doch nicht vor Gericht ziehen.


Nach Angaben von Randy Saaf, Chef von MediaDefender, wussten er und seine Mitarbeiter nicht, dass es sich um einen legal genutzten Tracker handelte. Stattdessen waren sie davon ausgegangen, dass es sich um einen Tracker für illegale Downloads handelte, denn das System wurde zeitweise von einem bestimmten Internet-Portal zur Verbreitung von Torrent-Dateien genutzt.

Dies sei möglich gewesen, weil es sich zwar um einen eigentlich für legale Zwecke gedachten offenen Tracker handelte, dieser aber so auch für den Upload von Verweisen auf illegale Downloads offen stand. Insgesamt sollen laut MediaDefender fast 300.000 Downloads von illegal verbreiteten Filmen über den Tracker abgewickelt worden sein.

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tolle sache, so ne ddos-armada :)
 
@krusty: Das schlimme ist, die haben so extreeeeem schnelle Anbindung, dass die mit einer DoS-Attacke (ohne zweites D!) einen ganzen Tracker lahmlegen. In dem vorherigen Thread wurde ja schon heiß darüber diskuttiert. Mir persönlich macht die Musikindustrie in der Tat etwas Angst, nicht mit deren derzeitigen Mitteln Leute zu verfolgen und vor den Richter zu schleppen / anzumahnen. Nein denn ich kaufe mir nichts von diesen Piraten, da es aber nicht ganz ohne geht höre ich Radio (und zahle dafür auch GeZ). Wovor ich Angst habe ich deren Macht, Politiker davon zu überzeugen, dass diese bald als Eigenmächtiges Rechtssystem arbeiten, heißt direkt anzuklagen und zu verurteilen. Ich denke wir bewegen uns in der Hinsicht rückwärts, ich sehe baldige Verturteilungen ohne Anhörung..... Schwarzmalerei? Schön wärs
 
@Kennbo: wo steht denn bitte was über die anbindung eines einzelnen servers? lese aus der news nur 2000 server mit einer gesamtanbindung von 9 gbit, wenn man gerecht runterrechnet (und ich mich nicht vertue :) ) sind das 'nur' etwas über 4,5 mbit von einem server... iss zwar auch schon 'ne menge, aber für einen dos-angriff wirds wohl etwas mehr sein dürfen :) und dann bietet sich ddos, wenn man schon so viele server hat, ja an...
 
@Kennbo: Bei deinem letzten Gedanken gebe ich dir Recht. Zauberwort: Lobbyismus. Seit einem Gesetz von 2002 richtig schlimm in Deutschland. Gerechtfertigt damals als "Gedankenaustausch zwischen Politik und Wirtschaft" schreiben die Wirtschaftler nach Aussagen von diversen Ermittlungen sogar Gesetze, die durchgewuncken werden.
 
@Kennbo: verurteilungen ohne anhörung sind in einigen ländern, die sich demokratisch schimpfen, schon an der tagesordnung und gesetzlich legitim. ich sage nur: patriot act.


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