Yahoo: Zukunft ungewiss - Machtkampf mit Icahn

Wirtschaft & Firmen Nach einem monatelangen Übernahmekampf hat Microsoft am 3. Mai sein Angebot für den Internet-Dienstleister Yahoo zurückgezogen. Yahoo selbst hatte sich stets gegen eine Übernahme durch Microsoft gewehrt - angeblich war das Angebot zu niedrig. Nun sind jedoch interne Unterlagen von Yahoo aufgetaucht die belegen, dass man bei Yahoo schon Monate vor dem Übernahmeangebot von Microsoft erste Maßnahmen gegen eine Übernahme durch den Redmonder Konzern unternommen hat. Bislang machte Yahoo-Chef Yang Microsoft für die gescheiterte Übernahme verantwortlich.

Wie aus den Unterlagen hervorgeht, die im Rahmen eines Gerichtsverfahrens offengelegt wurden, hat Yang bereits im Oktober 2007 eine Pressemitteilung in Auftrag gegeben in der man das Übernahmeangebot von Microsoft als zu niedrig abweist. Microsoft selbst unterbreitete Yahoo jedoch erst Ende Januar 2008 das milliardenschwere Angebot.

Das aktuelle Gerichtsverfahren geht auf Beschwerden von Yahoo-Anlegern zurück die Yang dazu auffordern, den Widerstand gegen Microsoft aufzugeben. Während die Kläger nun also versuchen Yang die Schuld in die Schuhe zu schieben, gibt dieser den schwarzen Peter an Microsoft weiter. "Wir sind von dem Vorschlag nicht zurückgetreten, das hat Microsoft getan", erklärte der Yahoo-Chef kürzlich.

Der Machtkampf um die Zukunft von Yahoo scheint unterdessen noch ungeklärt. Während man bei Microsoft nun anscheinend nicht mehr an einer kompletten Übernahme von Yahoo interessiert ist, hoffen einige Anleger - darunter auch der US-Milliardär Icahn - immer noch auf eine komplette Übernahme von Yahoo durch Microsoft.

Für die verschobene Hauptversammlung des Internet-Dienstleisters, die mittlerweile auf den ersten August verlegt wurde hat sich Icahn vorgenommen, Yahoo-Chef Yang zu entthronen und einen neuen Verwaltungsrat einzusetzen. Seiner Meinung nach werde Microsoft erst dann ein neues Angebot für Yahoo abgeben, wenn Yang nicht mehr das Sagen hat.

Ob Icahn mit seinem Vorhaben wirklich Erfolg haben wird bleibt abzuwarten, dessen ist man sich auch unter Analysten sicher. Auch wenn Icahn bereits einige Yahoo-Aktionäre auf seine Seite ziehen konnte, halten Yang und Yahoo-Mitgründer David Filo jeweils zehn Prozent an dem Unternehmen. Auch die Investmentfirma Capital World Investors, die ebenfalls zehn Prozent an Yahoo hält, gilt als Unterstützer von Yang.
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren6
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Jetzt als Amazon Blitzangebot

Ab 00:00 Uhr Sony 43 Zoll Fernseher (Ultra HD, 2x Triple Tuner, Smart TV)
Sony 43 Zoll Fernseher (Ultra HD, 2x Triple Tuner, Smart TV)
Original Amazon-Preis
699,99
Im Preisvergleich ab
699,00
Blitzangebot-Preis
599,00
Ersparnis zu Amazon 14% oder 100,99

Yahoos Aktienkurs in Euro

Yahoos Aktienkurs -1 Jahr
Zeitraum: 1 Jahr

Tipp einsenden