Intel will wieder Prozessoren für Handys bauen

Prozessoren Der Chip-Hersteller Intel erwägt einen Wiedereinstieg in die Produktion von Prozessoren für Smartphones und andere mobile Geräte. Die Chips könnten außerdem an Hersteller von Unterhaltungselektronik und Embedded-Systemen vermarktet werden. Konzernchef Paul Otellini geht davon aus, dass jeder dieser drei Bereiche in einigen Jahren ein Marktvolumen von bis zu 10 Milliarden Dollar haben. Daran will Intel teilhaben. Das Unternehmen war erst vor zwei Jahren aus dem Segment ausgestiegen, als die XScale-Sparte an Marvell verkauft wurde.

Das Umdenken liegt dabei offenbar in der Tatsache begründet, dass der Computing- und der Mobile-Markt enger zusammenrücken. Während Rechner immer kleiner werden, eröffnen sich für Smartphones stetig neue Anwendungsgebiete. Otellini sieht Intel dabei mit seiner Atom-Produktlinie gut aufgestellt.

Die traditionellen Hersteller von Handy-Chips wie Texas Instruments sieht Otellini bei dieser Entwicklung hingegen im Nachteil, weil sie erst viele Computing-Features in ihre Architekturen integrieren müssen. "Es ist leichter eine Sprachfunktion in einen kleinen Rechner zu integrieren", sagte Otellini.
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