Auch Vodafone soll Manager bespitzelt haben

Recht, Politik & EU Auch der Mobilfunkkonzern Vodafone soll Verbindungsdaten seiner Aufsichtsratsmitglieder ausgewertet haben. Ähnlich wie bei der Deutschen Telekom versuchte man damit eine undichte Stelle zu finden, über die Journalisten interne Informationen erhielten. Im Jahr 2005 wurde die Presse unter anderem über die bevorstehende Ernennung von John Bond als Aufsichtsratsvorsitzender unterrichtet. Auch andere Fakten, die sich direkt auf die Entwicklung des Aktienkurses auswirkten, kamen an die Öffentlichkeit.

Daraufhin wurde im Dezember 2005 eine interne Untersuchung eingeleitet. Diese sei vom Aufsichtsrat genehmigt worden. Anhand der gespeicherten Verbindungsdaten wurde unter anderem analysiert, wer mit wem telefonisch oder par SMS in Kontakt stand, so die britische 'Financial Mail' unter Berufung auf unternehmensnahe Quellen.

In einer Stellungnahme betonte der Konzern nun, man sei sich "völlig sicher", dass in den Untersuchungen niemals absichtlich oder wissentlich die Datenschutzgesetze Großbritanniens verletzt wurden. Man habe klare Richtlinien, nach denen interne Ermittlungen durchgeführt würden.
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