Australien: eBay verteidigt geplanten PayPal-Zwang

Internet & Webdienste eBay will seine australischen Nutzer ab Mitte Juni dazu zwingen, alle Geldtransfers über den zum Konzern gehörigen Bezahldienst PayPal abzuwickeln. Auch in Deutschland soll die PayPal-Nutzung Pflicht werden, allerdings vorerst nur für Verkäufer, die häufiger von ihren Kunden schlechte Bewertungen erhalten. Der in Australien geplante PayPal-Zwang hat massive Proteste ausgelöst. Seitdem eBay das Vorhaben bekannt gab, gingen bei der australischen Wettbewerbsaufsicht rund 700 Beschwerden ein. Die meisten davon bezogen sich nicht auf mögliche Probleme für die Käufer und Verkäufer, sondern werfen eBay Wettbewerbsverzerrung vor.

Unter den Beschwerdeführern sind so unter anderem auch Banken. eBay hat die Kritik nun zurückgewiesen und seine Pläne verteidigt. Nach Angaben des Unternehmens sind die Beschwerden unbegründet und die Veränderungen sollen vor allem für mehr Sicherheit sorgen.

eBay geht demnach davon aus, dass die PayPal-Pflicht nur geringe Auswirkungen auf den Markt für Online-Zahlungsdienste haben wird. Banken, Kreditkartenanbieter und andere Bezahldienste hätten eine wesentlich größere Marktmacht als PayPal, weshalb für sie kaum Gefahr bestehe, argumentierte der Auktionshausbetreiber.

Ohnehin müssten die Kunden bei der PayPal-Nutzung immer ein Bankkonto oder ihre Kreditkartendaten angeben. So könnten sie von den Sicherheitsmaßnahmen bei ihrem Geldinstitut und denen von PayPal gleichermaßen profitieren, hieß es weiter. Die Käufer könnten weiterhin zwischen mehreren Zahlungsarten wählen, lediglich die Transaktionen würden über PayPal abgewickelt, wiegelte eBay außerdem ab.

Gerade dieser Ansatz ist es jedoch, der viele Kunden auf die Barrikaden treibt. Pro PayPal-Transaktion muss ein Verkäufer künftig nämlich immer 1,1 bis 2,4 Prozent Gebühr abführen. Kritiker sehen deshalb in dem PayPal-Zwang einen Versuch eBays, neue Einnahmequellen zu erschließen.
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