Vodafone: Handy-TV ist in Deutschland gescheitert

TV & Streaming Das Handy-Fernsehen in seiner bisher geplanten Form ist hierzulande gescheitert. Das sagte Fritz Joussen, Chef von Vodafone Deutschland, in einem Interview mit der Wirtschaftszeitung 'Financial Times Deutschland'. Das Mobile 3.0-Konsortium habe kaum noch Überlebenschancen. Eines der größten Probleme sieht Joussen in der Verfügbarkeit von Mobiltelefonen, die herkömmliche Fernsehsignale wie DVB-T frei empfangen können. Diese seien "überraschend" vorgestellt worden. Das Modell eines kostenpflichtigen DVB-H-Abos ließe sich so nicht mehr realisieren.

Hinter Mobile 3.0 steht ein Konsortium aus den Verlagsunternehmen Burda und Holtzbrinck, dem südafrikanischen Internet- und Print-Medienkonzern Naspers, dem früheren Pixelpark-Chef Paulus Neef und der Ex-Neun-Live-Chefin Christiane zu Salm, die kürzlich die Leitung der "Cross Media"-Sparte bei Burda übernahm. Dieses konnte sich in der Ausschreibung der DVB-H-Lizenzen gegen eine gemeinsame Initiative von Vodafone, T-Mobile und O2 durchsetzen.

Ein Problem war die Forderung Vodafones, ein werbefinanziertes Mobile-TV zu ermöglichen. Dem wollten sich die Landesmedienanstalten aber nicht anschließen. Nun stellt sich die Situation laut Joussen aber so dar, dass sich eine gebührenpflichtige Variante kaum umsetzen lässt.

Außerdem befürchtet der Vodafone-Chef, dass die Gesamteinnahmen durch Mobile-TV kaum steigen, weil die Anwender entsprechend weniger andere Dienste nutzen. "Ich werde auch kein Bezahl-TV auf dem Handy unterstützen, solange die Gefahr besteht, dass Kunden dann weniger Geld für andere Dienste ausgeben", sagte er.

Man sei allerdings für einen Markttest offen. Nur habe sich von Mobile 3.0 bisher niemand mit einem entsprechenden Angebot gemeldet. Daraus schließt Joussen, dass man bei dem Unternehmen die Erfolgschancen ebenfalls schwinden sieht.
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