Schulbuchersatz: Dual-Touchscreen '75-Dollar-Laptop'

Notebook Das One Laptop Per Child (OLPC) Projekt hat seine Pläne für einen noch billigeren Bildungs-Laptop vorgestellt. Bisher vertreibt die Non-Profit-Organisation bereits den so genannten "100-Dollar-Laptop" XO, der in Kürze auch mit Windows XP erhältlich sein wird. Der neue "XO-2" (oder "XOXO") soll nur noch 75 US-Dollar kosten. Nicholas Negroponte vom Massachussetts Institute of Technology (M.I.T.), der das Projekt mitbegründet hat, zeigte auf einer Veranstaltung die ersten Bilder des Geräts, das ab dem Jahr 2010 erhältlich sein soll. Das Konzept sieht vor, ein im Vergleich zum aktuellen "100-Dollar-Laptop" ungefähr halb so großes Gerät zu bauen, das aus zwei Touchscreen-Displays besteht.


Der neue "75-Dollar-Laptop" soll also nicht mit einer normalen Tastatur daher kommen, stattdessen erfolgt die Texteingabe über eine Software-Tastatur auf dem zweiten Touchscreen. Durch seine spezielle Bauweise soll der XO-2 als eine Art elektronisches Buch (E-Book) vertrieben werden. Negroponte bezeichnete diesen Ansatz als "trojanisches Pferd".

Anfangs soll der XO-2 als E-Book-Reader mit einer Kapazität für über 500 Bücher angeboten werden. Den Regierungen von Entwicklungs- und Schwellenländern, die das Gerät erwerben sollen, will man ihn deshalb als Ersatz für herkömmliche Schulbücher verkaufen. Länder wie China und Brasilien würden jährlich pro Schüler ungefähr 19 US-Dollar in Bücher investiert, rechnete er vor.

75-Dollar-Laptop XO275-Dollar-Laptop XO2

Mit dem XO-2 sollen diese Kosten entfallen können. Dennoch soll es sich bei dem Gerät um einen voll funktionstüchtigen Laptop handeln. Wie genau das OLPC-Projekt allerdings den extrem niedrigen Preis realisieren will, ist noch nicht ganz klar. Der Initiator gab allerdings zu Protokoll, dass besonders beim Bildschirm noch großes Sparpotenzial besteht. Negroponte will hier von sinkenden Preisen bei Displays mit kleiner Diagonale profitieren.

Offenbar arbeitet man bei OLPC dabei wieder mit Mary Lou Jepsen zusammen, die das Projekt mitgegründet hatte und nun an neuen, billigen Displays forscht. Derzeit versuchen Negroponte und seine Mitstreiter aber zunächst, die Kosten des "100-Dollar-Laptops" auch tatsächlich auf dieses niedrige Niveau zu senken, denn bisher kostet das Gerät eigentlich 188 US-Dollar. Außerdem plant man eine Variante, bei der Linux und Windows parallel eingesetzt werden können.
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