Milliardenbetrug: Ex-Manager von AOL vor Gericht

Recht, Politik & EU Die US-Börsenaufsicht hat Anklage gegen mehrere ehemalige Top-Manager des Online-Dienstes AOL erhoben. Diesen wird eine massive Manipulation der Konzernbilanzen vorgeworfen. Bei den Ermittlungen ging es um den Zeitraum zwischen 2000 und 2002.

Die Werbeeinnahmen sollen in dem Zeitraum um insgesamt rund 1 Milliarde Dollar nach oben manipuliert worden sein. Das sollte AOL an der Börse ein besseres Image verschaffen und den Aktienkurs stützen, schließlich schickte man sich an, mit den Wertpapieren den Kaufpreis für den Medienkonzern Time Warner zu zahlen.

Sechs Manager müssen sich dafür nun vor Gericht verantworten. Unter ihnen der ehemalige Finanzchef John Michael Kelly sowie David Colburn, der für den Abschluss von Werbeverträgen zuständig war.


Vier der Angeklagten haben dem Gericht bereits ein Vergleichsangebot vorgelegt. Sie erklären sich bereit, 8,1 Millionen Dollar zu zahlen, um das Zivilverfahren beizulegen.

Die Akquisition Times Warners durch AOL war bis dahin die größte Übernahme in der Wirtschaftsgeschichte der USA. Der Internet-Konzern wurde damals noch durch den Boom der Technologie-Aktien auf einem hohen Niveau gehalten. Bereits kurz nach Abschluss des Zukaufs erfolgte jedoch der Absturz.

AOL war damals der weltgrößte Zugangsanbieter. Allerdings gelang es dem Unternehmen nicht, den Wechsel vom Einwahl- zum Breitband-Geschäft erfolgreich zu vollziehen. Die Kundenzahlen brachen seit 2002 um etwa zwei Drittel ein. Heute firmiert AOL nur noch als Internet-Sparte des wieder in Time Warner umbenannten Konzerns und versucht, den vollständigen Umstieg auf das Portalgeschäft zu vollziehen.
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Irgendwann, irgendwo, irgendwie kommt alles ans Tageslicht ^^.
 
@Bear-X: ist schon krass, und ich hab auch AOL (schäm)
 
@fds537: Ähmm, sorry, wenn du in Deutschland wohnst, hast du ALICE ^^. Ist doch übernommen worden also keinen Grund zum schämen. Aber back to topic: Dummheit lässt Grüßen, entweder ich habe jetzt die Summe der entstandenen Schäden überlesen oder sie stehen tatsächlich nicht drin. Nein ok, News nochmal gelesen und wieder nicht gesehen. Also das is mal frech, im Prinzip haben die sich doch die Taschen gefüllt und dann sagen sie "8,1 Millionen Dollar....", das ist doch unfug! Und das AOL ziemlich abgesackt ist bei der Umstellung auf das Breitbandnetz weiß ich selbst aus eigener Erfahrung aber SHIT Happens und keiner ist Perfekt, oder wie war mir das. Tja Internet und Werbung, das ist irgendwie so ne Sache......
 
@@fds537: denkst du bei Alice sitzt die Sozialelite? Da kannst du einen drauf lassen das die Manager da auch betrügen. In jeder Firma wird betrogen, ob kleine oder groß.


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