Eierwerfer: Microsoft-Boss Ballmer unter Beschuss

Microsoft Microsoft-Chef Steve Ballmer geriet Gestern im ungarischen Budapest unerwartet unter Beschuss. Er war an der Corvinus Universität zu Gast, um einen Vortrag zu halten. Kaum hatte Ballmer seine Rede begonnen, stand ein junger Mann aus dem Publikum auf und begann, mit Eiern zu werfen. Der Mann war offensichtlich nicht damit einverstanden, dass Microsoft und die ungarische Regierung vor kurzem ein Abkommen für eine Zusammenarbeit geschlossen haben. Die Redmonder werden im Rahmen der Kooperation nicht nur Software bereit stellen, sondern auch Trainingsprogramme durchführen.

Der Eierwerfer, auf dessen Hemd "Microsoft = Korruption" stand, warf insgesamt drei Mal, traf jedoch bei keinem Versuch. Steve Ballmer konnte sich, wohl weil der Angreifer vor dem ersten Ei noch etwas zu sagen hatte, hinter dem Rednerpult verstecken und wurde daher nicht getroffen.

Nachdem der Mann seine Eier los geworden war, wurde er schnell aus dem Saal begleitet, insgesamt blieb die Stimmung erstaunlich gelassen. Ballmer selbst reagierte zunächst etwas verstört, witzelte dann aber wie gewohnt herum und bedankte sich für die "freundliche Unterbrechung", die ihn etwas aus dem Konzept gebracht habe.


Beim Hinausgehen prophezeite der junge Eierwerfer noch, dass Ungarn noch viel dafür zahlen werde, dass Ballmer sich vor Ort zur Schau stellt. 1998 war Microsoft-Gründer Bill Gates bei einem Besuch in Belgien ebenfalls angegriffen worden - mit einem Kuchen.

Das von Microsoft durchgeführte Bildungsprogramm trägt den Namen "Titan" und soll bis 2012 zehntausende Programmierer und andere IT-Profis schulen. Zu den Unterstützern der Initiative gehören weitere Technologiekonzerne wie der Netzwerkausrüster Cisco, Hewlett-Packard und Intel.

Update (15:00 Uhr): Die Wut des Eierwerfers ist offenbar auf eine derzeit laufende Debatte über die ordnungsgemäße Abwicklung der Ausschreibung der Regierung für die Vergabe des Auftrags für die Durchführung des oben erwähnten Bildungsprogramms zurück zu führen. Ungarische Wettbewerbshüter hatten gegen die Vergabe des Auftrags an Microsoft geklagt, weil sie davon ausgehen, dass die Ausschreibung zugunsten des Softwarekonzerns manipuliert wurde.

Eigentlich sollte das Verfahren ausgerechnet zu der Zeit beginnen, zu der sich Ballmer in Ungarn aufhielt. Stattdessen wurde der Termin kurz vor Ballmers Eintreffen verschoben, was nun zu Spekulationen über mögliche Absprachen zwischen Microsoft und der ungarischen Regierung geführt hat.
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