VIA: "Isaiah" läutet Einstieg in den Massenmarkt ein

Prozessoren Fast schon traditionell wird der Markt für PC-Prozessoren seit Jahren von AMD und vor allem Intel dominiert. Daneben konnte kaum ein Hersteller überleben. Über die Jahre kamen und gingen die Konkurrenten, einzig der taiwanische Chiphersteller VIA fertigt heute noch x86-Prozessoren. Mit seinen stromsparenden aber nicht sehr leistungsfähigen Prozessoren fristete VIA bisher allerdings ein Nischendasein. Die Chips kommen bis dato meist in Embedded-Systemen, besonders kleinen Mobil-Computern und Spar-PCs zum Einsatz. Hier können sie ihren Vorteil - eine geringe Leistungsaufnahme - ausspielen und damit den im Vergleich zu AMD und Intel bestehenden Leistungsnachteil aufwiegen.

Noch in diesem Monat soll für VIA aber ein neues Kapitel beginnen. Mit einem neuen Prozessor, dessen Codename "Isaiah" lautet, wollen die Taiwaner den beiden großen Konkurrenten nun im Mainstream-Markt Marktanteile abnehmen. Für VIA ist es nach eigenem Bekunden der erste Versuch, sich im Massenmarkt zu etablieren. Dies ließ das Unternehmen jetzt durchblicken.

Auch "Isaiah" bringt wieder die stromsparenden Eigenschaften seiner Vorgänger mit und soll so nur maximal 3,5 Watt benötigen. VIA sieht den Chip nicht als direkten Konkurrenten zu Intels neuen Billig- und Spar-CPUs der Atom-Serie, weil diese alle Aufgaben nacheinander abarbeiten. "Isaiah" soll hingegen bis zu drei x86-Instruktionen pro Takt verarbeiten können.

Die Leistung soll zwei bis vier Mal so hoch sein wie bei VIAs bisher erhältlichen CPUs der C7-Serie. Im Vergleich zu Intel sieht man sich auf Augenhöhe mit dem Core 2, allerdings hat der "Isaiah"-Chip nur einen Rechenkern. Dank niedrigen Stromverbrauchs und günstiger Preise soll sich der neue Chip bestens für die Verwendung in PCs für den Massenmarkt verwenden lassen.

Diese Systeme, die vor allem im privaten Office-Bereich eingesetzt werden, will VIA in Zusammenarbeit mit Nvidia erobern. Dabei setzt man auf das von dem Grafikchiphersteller propagierte Konzept der Kombination einer günstigen CPU mit einer leistungsfähigen Grafiklösung. Dieser Verbund soll ein bessere Preis-Leistungs-Verhältnis bieten können als eine hunderte Dollar teurere Mehrkern-CPU.

Dieses Prinzip haben Nvidia und VIA vor einigen Wochen erstmals öffentlich erwähnt. Sie wollen einen VIA-Prozessor mit einem Nvidia-Chipsatz mit integrierte Grafiklösung zum günstigsten Vista-Premium-PC zusammenführen. Auf diese Weise soll durch die gestiegene Leistung der "Isaiah"-CPUs in Verbindung mit Nvidias Grafik ein echtes Gegengewicht zu Intel und AMD entstehen. Wie erfolgreich das Vorhaben sein wird, bleibt abzuwarten.
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