 Die Preise für LCD-Monitore und -Fernseher könnten in Kürze deutlich sinken. Hintergrund ist eine Überproduktion, die sich mit zusätzlichen Investitionen in die Produktionsstätten noch verstärken könne. Die Lager in den USA und China sind bereits jetzt voll.
"In den TV-Vertriebsketten hat sich eine Menge Inventar aufgestaut", sagte Sweta Dash, Analystin beim US-Marktforschungsunternehmen iSuppli. Ursache sei unter anderem der schleppende Abverkauf im ersten Quartal.
Trotz geringerer Verkaufszahlen ließen die Hersteller ihre Panel-Fabriken weiterhin unter Volllast laufen. Dadurch sei nun eine Überproduktion entstanden, die üblicherweise zu einem deutlichen Preisverfall führt.
Angeheizt wird die Situation durch Produzenten wie LG Display. Das Unternehmen kündigte heute an, die Investitionen in den Ausbau der Fertigungsanlagen von 1,87 Milliarden Dollar auf 2,23 Milliarden Dollar in diesem Jahr aufzustocken.
In den kommenden Wochen könnte es noch einmal zu einer vorübergehenden Stabilisierung des Marktes kommen, wenn Händler die Situation für attraktive Sonderangebote nutzen und damit im Vorfeld der Fußball-Europameisterschaft und der Olympischen Spiele in Peking die Verkaufszahlen ankurbeln.
Mittelfristig kann die Überproduktion angesichts des derzeitigen massiven Ausbaus der Produktion laut Dash aber nicht verhindert werden. Der Durchschnittspreis für ein 32-Zoll-Display ist seit Jahresbeginn bereits von 330 Dollar auf 325 Dollar gesunken. Mit deutlich höheren Abschlägen kann gerechnet werden.
WinFuture Preisvergleich: LCD-Fernseher
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