Windows XP für Billig-PC-Hersteller günstiger, aber...
Microsoft will laut Medienberichten mit Rabatten dafür sorgen, dass die Hersteller von besonders günstigen Computern dem hauseigenen Betriebssystem Windows XP Home Edition gegenüber Linux den Vorzug geben. Dazu setzt man auf eine Ausweitung des Unlimited Potential Programms und Lizenzen, die die Installation auf leistungsfähigeren Systemen untersagen.
Die Hersteller erhalten die Software wesentlich billiger, dürfen sie allerdings nur auf Systemen mit einem maximal 10,2 Zoll großen Display und einer Festplatte mit höchstens 80 Gigabyte Kapazität installieren. Außerdem darf das Betriebssystem nicht auf Geräten mit einem Touchscreen installiert werden.
Wie IDG meldet, geht dies aus internen Dokumenten von Microsoft hervor, die im April an diverse Hardwarehersteller verteilt wurden. Ziel ist angeblich eine Begrenzung der Möglichkeiten zur weiteren Verwendung von Windows XP auf neuen Rechnern, so dass die besonders günstigen PCs nicht die Umsätze aus dem Geschäft von leistungsfähigeren Systemen mit Windows Vista schmälern.
Microsoft reagiert mit dem neuen Lizenzprogramm offenbar auf die wachsende Popularität der neuen besonders günstigen, aber einfach ausgestatteten Ultra-Low-Cost-PCs (ULPC). Für jede Windows XP Home Edition Lizenz, die auf einem Gerät dieser Kategorie verwendet werden soll, will Microsoft den Angaben zufolge maximal 32 US-Dollar verlangen. Unter bestimmten Voraussetzungen wird es sogar noch günstiger.
Hier kommen weitere Beschränkungen zum Tragen, die allerdings weniger strikt ausfallen. Neben der Begrenzung der Display-Größe und der Festplattenkapazität schreibt Microsoft vor, dass die Geräte auch einen Prozessor mit maximal 1 Gigahertz Taktfrequenz haben dürfen. Für VIAs C7-M Prozessoren und Intels Atom-CPU sind allerdings Ausnahmen vorgesehen.
Für die PC-Hersteller scheint das Programm eine gute Lösung zu sein. IDG zitierte einen ungenannten Vertreter eines Hardwareherstellers, der sich zu Microsoft Plänen positiv äußerte. Durch die neuen Möglichkeiten werde der Kauf eines ULPCs erst mit Windows XP attraktiv, weil sie eine vertraute Arbeitsumgebung wünschten, hieß es.
Microsoft hatte schon früher angekündigt, dass man Windows XP Home Edition weiterhin vertreiben werde - aber nur in Verbindung mit den neuen Low-Cost-PCs. Sowohl Windows XP Professional, als auch Windows XP Home Edition werden ab der Mitte des Jahres 2008 wie bisher geplant nicht mehr im Handel erhältlich sein.
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