Microsoft: Smartphone + TV als PC-Ersatz für Arme

Forschung & Wissenschaft Microsoft will den Markt in Entwicklungsländern verstärkt über Handys erschließen. Diese sollen insbesondere für die ärmere Bevölkerung in ländlichen Regionen eine Alternative zum PC darstellen, sagte Craig Mundie, Chief Research and Strategy Officer.

Mit Fone+ hat Microsoft bereits Prototypen für Mobiltelefone entwickelt, die diesem Anspruch gerecht werden sollen. Dabei handelt es sich um Smartphones der unteren bis mittleren Preisklasse, die mit einem Windows Mobile-Betriebssystem ausgestattet sind. Über eine Docking-Station lassen sich die Modelle mit dem Fernseher verbinden und ermöglichen die Nutzung von Web und E-Mail an einem größeren Bildschirm.


"Wir werden uns auf diesen Ansatz konzentrieren, wenn es darum geht, der Bevölkerung in ärmeren, ländlichen Gebieten den Zugang zum Internet und anderen Technologien, insbesondere aus dem medizinischen Bereich, zu ermöglichen", sagte Mundie heute auf dem Microsoft Government Leaders Forum im indonesischen Jakarta.

"Das ist deutlich billiger, als einen kompletten separaten PC zu kaufen", so der Manager weiter. Fernseher seien selbst in ärmeren Regionen häufig vorhanden. So könnte der Zugang zum Computing ausgebaut werden, indem man sich auf vorhandene Technologien stützt.

Fone+ befindet sich derzeit aber noch in der Entwicklungsphase und es gibt noch keine internen Planungen, wann entsprechende Produkte auf den Markt kommen sollen. Bei der Arbeit an dem Projekt habe sich aber gezeigt, dass die Unterschiede zwischen Smartphones und Billig-Rechnern zunehmend kleiner werden. Die Entwicklungstätigkeit im Bereich preiswerter PCs und Notebooks wird Microsoft aber trotz einer Konzentration auf Handys fortsetzen.
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Na super, im tiefsten Nigeria stehen ja auch die Funkmasten rum.
 
"Fernseher seien selbst in ärmeren Regionen häufig vorhanden." __typisch amerikanisch diese denkensweise... woher sollen die den strom denn haben?? wer schon kein geld hat kann sich wohl kaum ein handy leisten geschweige denn von den monatlichen kosten die ein handy verursacht...
 
@sohoko: Dein Trugschluss liegt darin, dass du die hier geltenden Preise einfach überträgst. Mal als Beispiel der Markt in China: Die China Mobile erschließt seit zwei Jahren erfolgreich die ländlichen Regionen mit entsprechenden, landestypischen Preisen. Die Leute da verdienen im Vergleich zu bereits nicht gerade wohlhabenden Stadtchinesen sehr wenig. Aber Es gibt einfache Handys, die unsubventioniert deutlich unter 50 Dollar kosten und der durchschnittliche Monatsumsatz pro Nutzer liegt bei unter 5 Dollar. Parallel boomen Mobile Content-Angebote. Das passt, wenn die Preise den landestypischen Besonderheiten angepasst sind.
 
@sohoko: geh mal in so ein land und du wirst sehen, dass es kein trugschluss ist.
 
@ Lord eAgle: Kann ich nur bestätigen. Nicht nur die Dienstleistung wird zu marktüblichen Preisen verkauft sondern auch die dafür notwendige Infrastruktur wird zu entsprechenden Preisen aufgebaut. Häufig leider auch mit marktüblicher Qualität :-)


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