Microsofts Autocomputer bald auch bei Hyundai-Kia
Microsoft drängt immer weiter in die Automobilbranche. Neben Kooperationen mit verschiedenen Autoherstellern ist der Softwarekonzern neuerdings auch für die Motorensteuerung in der Formel 1 mitverantwortlich. Jetzt kommt ein weiteres Projekt dazu: Zusammen mit Hyundai-Kia will man neue Auto-PCs bauen.
Wie Microsoft am späten Montagabend mitteilte, hat man mit der Hyundai-Kia Automotive Group einen Vereinbarung über die gemeinsame Entwicklung von neuen "Infotainment-Systemen" für die Verwendung in Automobilen geschlossen. Als Basis soll dabei die Plattform Microsoft Auto dienen.
Für Hyundai-Kia und Microsoft ist es nicht die erste Kooperation. Schon seit Anfang 2006 arbeiten beide Unternehmen zusammen. Mit der gemeinsamen Entwicklung der neuen Kleinst-PCs für die automobile Verwendung soll die bisherige Kooperation weiter ausgebaut und vertieft werden.
Die ersten Ergebnisse der Zusammenarbeit sollen im Jahr 2010 in Nordamerika auf den Markt kommen. Geplant sind zunächst Funktionen zur Steuerung von mobilen Endgeräten im Auto. Auf lange Sicht will man auch nach Europa und Asien expandieren, wo dann auch Multimedia- und Navigations-Funktionen verfügbar sein sollen.
Microsoft bietet ähnliche Systeme bereits in Zusammenarbeit mit Ford (USA) und Fiat (Europa) an. Die beiden Hersteller verbauen jeweils einen Kleinstrechner, der dann die Bedienung von Stereoanlage, Freisprecheinrichtung und evtl. angeschlossenen Endgeräten per Sprachsteuerung ermöglicht.
Bei Fiat wird das in diesem Fall "Blue&Me" genannte System auch bei Fahrzeugen der Marken Alfa Romeo und Lancia angeboten. Ford verbaut es in den USA ebenfalls bei vielen Fahrzeugen, die auch unter anderen Marken angeboten werden.
Hyundai-Kia wird die neuen Infotainment-Geräte wohl ebenfalls nicht nur bei den Fahrzeugen seiner Hauptmarken Hyundai und Kia anbieten, sondern evtl. auch bei SsangYong und im Rahmen des Joint-Ventures mit GM auch bei Fahrzeugen der Marke Chevrolet. Auch bei anderen Marken könnten Microsofts Autocomputer bald Einzug halten, da man auch mit dem Zulieferer VDO derartige Produkte entwickelt.
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