Experte: Microsoft muss sich auf Software besinnen

Microsoft mache derzeit den Fehler zu glauben, das man in Zukunft mit Software nur noch durch Werbung Geld verdienen kann. Tatsächlich sei Werbung aber nur ein verschwindend kleiner Teil des Umsatzes eines Softwareunternehmens. Bei Internetfirmen wie Yahoo oder Google sei dies zwar anders, es gebe aber keinen Grund für Microsoft, in diesem Segment unbedingt mitmischen zu müssen. Ohnehin könne es nur wenige wirklich erfolgreiche Anbieter in diesem Bereich geben - und in diesem Fall wäre dies wohl Google, sagte Cusumano weiter.

Statt die satten Gewinne in sinnfreie aber extrem kostspielige Übernahmeaktionen zu stecken, könne Microsoft doch lieber in tausende kleinerer Unternehmen investieren, die vielerlei innovative Entwicklungen betreiben. Dadurch würde sich der Konzern auf lange Sicht wesentlich bessere Voraussetzungen für die Zukunft schaffen können, hieß es.

Letztlich geht es Microsoft laut Cusumano bestens. Die Umsätze der Windows-, Server und Office-Sparten seien stabil und die Gewinne sehr gut. Der geplatzte Yahoo-Deal sei nun eine gute Gelegenheit darüber nachzudenken, wie die milliardenschwere Kriegskasse besser angelegt werden kann. Microsoft dürfe nicht mehr aus purer Verzweiflung handeln, so Cusumano.

Steve Ballmer sei zwar der richtige Nachfolger für Firmengründer Bill Gates, ihm müssten jedoch mehr "Andersdenkende" zur Seite stehen, empfiehlt der Professor. Ballmer selbst hatte sich nach dem Scheitern der Übernahmeverhandlungen in einem Brief an seine Mitarbeiter gewandt und kurz angegeben, wie es nun im Onlinegeschäft weitergehen soll.

Ballmer nannte drei wichtige Faktoren für den Erfolg der hauseigenen Internetstrategie. Zunächst müsse man die grundlegenden Voraussetzungen schaffen, das heißt, bessere Suchergebnisse zu liefern und die Werbeplattform von Microsoft weiter auszubauen. Außerdem sollen innovative neue Dienste dafür sorgen, dass sich das Blatt zugunsten der Redmonder wendet. Als dritte Leitlinie nannte Ballmer den Ausbau der weltweiten Reichweite.

Er wisse, dass man so gemeinsam erfolgreich sein wird, versicherte Ballmer abschließend.
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