Nvidia weiß genau, wo bei AMD/ATI der Schuh drückt

Grafikkarten Bei Nvidia weiß man nach eigenem Bekunden bestens, was dem Konkurrenten AMD und dessen Grafiksparte ATI derzeit das Leben schwer macht. Nach Angaben von Nvidias Forschungschef fehlt es AMD/ATI derzeit nicht nur an wettbewerbsfähigen Produkten, sondern auch an Geld, um die eigenen Pläne zu verwirklichen. AMD befinde sich im Sinkflug, weil das Unternehmen schon seit fast zwei Jahren keine wettbewerbsfähige Grafikarchitektur mehr entwickeln konnte, so Nvidias Chief Scientist David Kirk im Interview mit Bit-Tech. Seit dem Zusammenschluss von AMD und ATI habe sich daran nichts geändert. Derzeit würden die Ingenieure von der Grafikchipentwicklung zur Arbeit an "Fusion" abgestellt, einem höchst ambitionierten Projekt, bei dem GPU-Technologie in CPUs integriert wird.

Insgesamt versuche AMD/ATI derzeit an vier Stellen gleichzeitig ums Überleben zu kämpfen. Letztlich werde aber wohl das Geld fehlen, um dies auch nur in einem der Bereiche zu schaffen, sagte Kirk weiter. Seine Aussagen sieht er durch die aktuellen Zahlen von AMD bestätigt, die zeigen, dass die Marktanteile in fast allen Geschäftsfeldern sinken.

Kirk sieht AMD/ATI offenbar überfordert: Zuerst müsse das Unternehmen neue Produktionsstätten bauen, um mit Intel im Wettrennen um die Miniaturisierung der CPUs mithalten zu können. Außerdem muss in diesem Zusammenhang auch noch an die Prozessoren der kommenden Generation gedacht werden. Der dritte Punkt auf Kirks Liste von AMDs Problemen sind notwendige Investitionen in neue Grafiktechnologien, die getätigt werden müssen, um mit Nvidia Schritt zu halten.

Zu guter Letzt kommt dann auch noch das bereits erwähnte "Fusion" Projekt dazu, bei dem CPU und GPU kombiniert werden sollen. Dieser Ansatz werde von AMD/ATI schon jetzt mit voller Energie verfolgt, obwohl gar nicht klar sei, wohin die Zukunft führt, so Kirk. Die Kollegen bei der Konkurrenz würden einfach fest daran glauben und deshalb daran arbeiten, ohne das sie den Nutzen ihres Tuns abschätzen könnten, bemängelte er.

AMDs Probleme dürften tatsächlich weniger kritisch ausfallen als von Nvidia behauptet. Schließlich fertigt man seine Chips seit Jahren in Zusammenarbeit mit Chartered und IBM, muss also selbst nicht in neue Produktionsstätten investieren. Außerdem werden bei "Fusion" lediglich vorhandene Architekturen vereint, der Aufwand fällt also wesentlich weniger umfangreich aus, als Nvidias Forschungschef glauben machen will.
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