Lenovo will Marktposition mit Übernahmen stärken

Wirtschaft & Firmen In einem Interview mit dem Fernsehsender Bloomberg Television erklärte Yang Yuanqing, Aufsichtsratschef des chinesischen PC-Herstellers Lenovo, dass man mit Hilfe von Übernahmen den dritten Platz auf dem Computer-Weltmarkt zurückerobern möchte.

Diesen hatte das Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte 2007 an seinen Konkurrenten Acer abgeben müssen, als dieser den PC-Hersteller Packard Bell übernommen hat. "Wir sind mit unserem gegenwärtigen Marktanteil und dem Platz am Weltmarkt nicht zufrieden", so Yuanqing im Gespräch mit Bloomberg.


"Ich glaube, dass die Konsolidierung in der Industrie weitergeht, und wir hoffen, diese Gelegenheit beim Schopfe packen zu können." Wie Bloomberg berichtet, verfügt Lenovo über liquide Mittel von 2,2 Milliarden US-Dollar und kam im ersten Quartal dieses Jahres auf einen Marktanteil von 21 Prozent in Asien.

Nach Angaben von Yuanqing, wolle das Unternehmen jedoch nicht in den Markt für Billig-Computer einsteigen, welcher derzeit unter den PC-Herstellern sehr beliebt ist. Stattdessen wolle Lenovo hochwertige und innovative Produkte entwickeln. Als mögliche Übernahmekandidaten gelten die in Deutschland eher unbekannten Unternehmen Founder Technology Group und Tsinghua Tongfang.
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Auf dass die Preise und Gewinnspannen der Aktionäre gefälligst noch weiter steigen. Niedrige Preise, hervorgerufen durch eine gesunde Konkurrenz, wäre ja wirklich ein absolute Zumutung... Dabei war das mal der Sinn der Marktwirtschaft, allerdings bevor sie neoliberal wurde und man meinte, der Freihandel wäre der reinste Segen für die Menschheit.
 
@Der_Heimwerkerkönig: Es heißt: Nimm alles was du kriegen kannst! Deshalb fressen die großen die kleinen :-(
 
@Der_Heimwerkerkönig: Ich sehe das bei Lenovo ein wenig anders. Sie bieten meiner Erfahrung nach bisher immer Qualität zu einem gesunden Preis. Sie sind nicht billig (oder günstig), bieten dafür aber entsprechendes. Es ist völlig normal, dass Firmen auf Gewinne aus sind, je mehr, desto besser: das ist Marktwirtschaft. Was das alles kaputt macht sind sog. Geiz-ist-Geil-Vermaktungen! Der Preis fällt immer mehr, jedoch leidet die Qualität darunter. Wenn man die potentiellen Kunden darauf trimmen könnte, dass man für Qualität zahlen muss, dann würde es ganz anders laufen. Leider ist gerade in Deutschland dieser Zug für eine ganze Weile abgefahren und so schnell wird er auch nicht zurückkehren.
 
@Der_Heimwerkerkönig: niedrige Preise werden nicht nur hervorgerufen durch die Konkurrenz, sondern auch durch den Grosshandel, welcher bei den Hersteller die Preise drückt und die Herrsteller gegenseitig ausspielen um dann wiederum diese Produkte unter dem Moto "Geiz-ist-geil" unter die Leute zu bringen. Laptops unter &$8364: 600.__ sind nur möglich, wenn gewisse Stückzahlen hergestellt werden können resp. wiederum, wenn man als Hersteller genügend Stückzahlen an Prozessoren, Motherboards etc einkaufen kann. Der Konsument schreit ja nahc immer noch billigeren Produkten.Wenn man die Aldis, Saturn und Co boykotieren würde und lieber ein paar 100 &$8364: mehr auszugeben bereit ist, dann würde diese Globalisierung aufhören. Das ist aber Theorie und funktioniert nicht in der Praxis.


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