Britische Standardhüter wegen Open XML verklagt

Recht, Politik & EU Seit wenigen Wochen ist Microsofts Dokumentenformat Office Open XML (OOXML) ein offizieller ISO-Standard. Der Großteil der ISO-Mitglieder hat für die Standardisierung gestimmt, darunter auch die British Standards Institution. Deshalb wird sie nun von der "UK Unix and Open Systems User Group" (UKUUG) verklagt. Laut einem Bericht von ZDNet UK wirft die UKUUG der Normungsorganisation vor, den Prozess der ISO-Standardisierung fehlerhaft geführt zu haben. Nur dadurch soll es zur Befürwortung von Microsofts OOXML gekommen sein. Welche Fehler genau gemacht wurden, soll nun der High Court of Justice feststellen. Zudem bemängelt man die über 6000 Seiten lange Spezifikation des Dokumentenformats.

Man geht davon aus, dass die Spezifikationen trotz ihres Umfangs nicht vollständig sind. Zudem wird befürchtet, dass Microsoft einige der in OOXML verwendeten Techniken patentiert hat. Konkurrenten, die den Standard implementieren, könnten dann verklagt werden. Die UKUUG hofft, dass das Gericht die Fehler im Abstimmungsprozess findet und anschließend die Ja-Stimme bei der ISO-Abstimmung widerruft.

Im April hatte die International Organization for Standardization (ISO) angekündigt, OOXML mit dem anderen Dokumentenstandard (ODF) harmonisieren zu wollen. Dazu sollen drei Arbeitsgruppen gegründet werden. Jeweils ein Team soll sich um die beiden Formate kümmern, ein drittes wird für die Interoperabilität bzw. Harmonisierung verantwortlich sein.
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