Gericht: Radio-Portale müssen Songwriter bezahlen

Wirtschaft & Firmen Am gestrigen Donnerstag ist ein US-Bundesgericht zu dem Entschluss gekommen, dass AOL, Real Networks und Yahoo insgesamt 100 Millionen US-Dollar an Songwriter und Komponisten bezahlen müssen. Grund sind die Musik-Streaming-Dienste der Unternehmen. Die Entscheidung des Gerichts geht auf eine Forderung der "American Society of Composers, Authors and Publishers" (ASCAP) zurück, die eine angemessene Abfindung für das Bereitstellen ihrer Werke forderten. Die ASCAP vertritt eine Reihe von Songschreibern und Komponisten.

Die 100 Millionen US-Dollar, die AOL, Real Networks und Yahoo bezahlen sollen, gelten rückwirkend bis zum Jahr 2002, in dem die Online-Streaming-Dienste der drei Unternehmen an den Start gingen. "Die Entscheidung des Gerichts stellt einen bedeutenden Schritt in Richtung einer angemessenen Wertschätzung für Songwriter und Komponisten dar", so ASCAP-Präsidentin Marilyn Bergman.

"Es ist entscheidend, dass diese Unternehmen eine adäquate Portion ihrer riesigen Einnahmen mit denen teilen, die ihnen einen Großteil ihrer Nutzer bescheren und damit helfen, ihr Geschäft existenzfähig zu machen", so Bergman weiter. Die Digital Media Association, eine Vereinigung die Online-Streaming-Portale und Musikanbieter vertritt erklärte, dass sie zwar Songwriter und Komponisten bezahlen wolle, aber dem vom Gericht aufgestellten Modell nicht zustimme.
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