Microsoft-Forschung: Zum Blättern den PC verdrehen

Peripherie & Multimedia Wer braucht eigentlich noch Multi-Touch à la Apple iPhone oder Beschleunigungssensoren à la Nintendo Wiimote? Geht es nach der Forschungsabteilung von Microsoft steuern wir unsere tragbaren Endgeräte künftig, indem wir sie verbiegen, verdrehen, strecken oder auch quetschen. Wie das klappen soll? Mit Sensoren, die die auf das jeweilige Gerät einwirkenden Kräfte messen, diese an spezielle Software übertragen, welche die Informationen auswertet und dann ein entsprechendes Feedback in Richtung des Nutzers auslöst. Die Microsoft-Forscher wollen ihr Konzept zum Beispiel zum Durchblättern von Dokumenten oder dem Wechseln zwischen Anwendungen eingesetzt sehen.


In einem ausführlichen Forschungspapier haben sie ihre Technologie vorgestellt. Mit ihrer Arbeit wollen sie Wege finden, wie sich künftige Endgeräte sinnvoll steuern lassen. Derzeit werden tragbare Geräte zunehmend zu großen Bildschirmen mit immer weniger Bedienelementen. Genau für derartige Produkte soll ihre Entwicklung geeignet sein.

In Kombination mit anderen Technologien wie Multi-Touch oder Bewegungssensoren, ließen sich diese Geräte künftig auf ganz neue Art und Weise bedienen - Maus und Tastatur würden immer mehr in den Hintergrund treten. Bis es soweit ist, muss gar nicht mehr so viel Zeit vergehen.


Microsofts Forscher haben ihren Ansatz nämlich unter anderem mit Hilfe von vier Sensoren realisiert, die im Gehäuse des jeweiligen Geräts untergebracht werden. Das Gerät selbst muss nicht unbedingt aus biegsamen Materialien bestehen, man ist also nicht zwingend auf flexible Platinen und ähnliches angewiesen.

Durch die Sensoren im Gehäuse, werde die Hülle des Endgeräts selbst zum Bedienelement, argumentieren die Wissenschaftler. Dadurch schrumpft das gesamte Produkt mit dem Wegfall von Knöpfen oder Reglern, außerdem soll die Benutzung auf wesentlich natürlichere Art und Weise möglich sein als zum Beispiel bei Systemen mit Bewegungssensoren (z.B. Schütteln um zu Löschen), da das Gerät immer im Sichtfeld des Anwenders bleibt.

Weitere Informationen: Microsoft Research Forschungspapier (PDF)

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