Microsoft kündigt Such-Software für Linux/Unix an

Linux Der Software-Konzern Microsoft wird zukünftig auch Such-Software für Linux- und Unix-Plattformen anbieten. Hintergrund ist die 1,2 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Suchmaschinenbetreibers Fast, die am vergangenen Freitag abgeschlossen wurde. Der Kern der bisherigen Fast-Kunden nutze Linux oder Unix für den Betrieb von Suchtechnologien in ihren Firmennetzen. Man habe deshalb pragmatisch entschieden, die Entwicklung in dem Bereich fortzusetzen, so Kirk Koenigsbauer, Leiter der SharePoint Business Group bei Microsoft. Eine Portierung klassischer Windows-Anwendungen sei aber nicht geplant. "Man sollte nicht erwarten, das zukünftig SharePoint unter Unix läuft", sagte Koenigsbauer.

Microsoft richtet für die Arbeit in dem Bereich eine neue Abteilung für Enterprise Search-Technologien ein. Dieser wird der bisherige Fast-Chef John Markus Lervik vorstehen. Der Konzernteil wird in die Office Business Platform-Sparte eingegliedert.

Microsoft will die Fast-Kunden allerdings schrittweise zu echten Microsoft-Kunden machen. "Man kann darauf wetten, dass wir Windows weiter verbessern und diese Nutzer zukünftig .NET als Plattform priorisieren", ist sich Koenigsbauer sicher.

Microsoft hatte die Akquisition Fasts im Januar angekündigt. Die Technologie des Unternehmens soll vor allem in Verbindung mit SharePoint-Portalen zum Einsatz kommen. Ziel ist die Erweiterung der Suchfunktionen auf Milliarden von Dokumenten in großen Konzernnetzen. SharePoint kann zwar bereits mehrere Millionen Dokumente indizieren, liegt hinsichtlich seiner Funktionalität und Performance aber deutlich hinter den Fast-Routinen zurück.

Die neue Enterprise Search-Sparte wird Fasts bisherige Suchprodukte weiterhin pflegen und an der Weiterentwicklung des Office SharePoint Servers mitarbeiten. Mit dem Microsoft Search Server 2008 Express soll außerdem ein komplett neues Produkt auf den Markt kommen.
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