Freenet setzt sich mit Debitel-Übernahme durch
Der Finanzinvestor Permira, der Debitel über eine Holding kontrollierte, erhält im Rahmen der Übernahme 32 Millionen neue Freenet-Aktien und ist damit zukünftig mit 24,99 Prozent an dem Telekommunikationsunternehmen beteiligt. Weiterhin stellt Freenet dem Fond ein Verkäuferdarlehen in Höhe von 132,5 Millionen Euro zur Verfügung. Debitel wird mit einer Schuldenlast von 1,135 Milliarden Euro in Freenet eingegliedert.
Die Akquisition bedarf noch der Zustimmung seitens des Bundeskartellamtes. Permira verpflichtete sich im Kaufvertrag, die neuen Freenet-Aktien bis zur Hauptversammlung 2008, teilweise sogar bis zur Hauptversammlung 2009 nicht weiterzuverkaufen.
Der Übernahme ging eine Auseinandersetzung mit den Freenet-Großaktionären United Internet und Drillisch voraus. Hintergrund sind Pläne der Unternehmen, die Mehrheit an Freenet zu erwerben. Erst gestern hatte United Internet-Chef Ralf Dommermuth ein höheres Gebot für Freenet in Aussicht gestellt, falls das Unternehmen von seiner Kaufabsicht für Debitel Abstand nimmt.
Dommermuth stellte zuletzt klar, dass er eine Übernahme Freenets nur ohne Debitel in Betracht zieht. Der Vertragsabschluss ist damit ein Rückschlag für die Wachstumspläne Unites Internets.
Bei Debitel befürchten die Beschäftigten nun Entlassungen. Durch die Zusammenlegung redundanter Tätigkeitsbereiche könnten es bundesweit zu Stellenabbau und der Schließung von Niederlassungen kommen, warnte der Betriebsrat.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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