Millionenschwerer Streit um angeblichen Pay-TV-Hack

Hacker Der Satelliten-TV-Anbieter Dish Networks wirft dem Medienkonzern News Corp. vor, Hacker mit Angriffen auf sein Netzwerk beauftragt zu haben. Das gestern begonnene Gerichtsverfahren könnte mit Schadensersatzforderungen in Höhe von hunderten Millionen Dollar enden. Dem Kläger zufolge habe die News Corp.-Tochter NDS den Hacker Christopher Tarnovsky dafür bezahlt, dass dieser in das Netz von Dish eindringt und Sicherheits-Codes stiehlt. Diese sollen für die Produktion gefälschter Smart-Cards für Pay-TV-Angebote von Dish genutzt worden sein, mit denen später der Schwarzmarkt regelrecht überflutet wurde. 900 Millionen Dollar Schaden seien dadurch entstanden.

Die Klage wurde ursprünglich von EchoStar Communications eingereicht. Das Unternehmen hat sich inzwischen in die Firmen Dish und EchoStar Corp. aufgespalten, die aber beide weiterhin als Kläger am Verfahren beteiligt sind.

Tarnovsky bestätigte vor Gericht, Aufträge von NDS angenommen zu haben. Allerdings habe er die Entwickler des Unternehmens lediglich bei Reverse Engineering unterstützt - eine gängige Praxis, um die Funktionsweise proprietärer Software zu analysieren.

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