eBay-Hacker Vladuz von rumänischer Polizei verhaftet

Recht, Politik & EU In Rumänien wurde der mutmaßliche eBay-Hacker Vladuz festgenommen. Das teilte das Online-Auktionshaus kürzlich mit. Dieser hatte Anfang letzten Jahres Administrator-Rechte erlangt und trat mehrfach in den Foren des Online-Auktionshauses in Erscheinung.

Hinter dem Pseudonym Vladuz soll sich der 20-jährige Vlad Constantin Duiculescu verbergen. Dieser wurde den Angaben zufolge von der rumänischen Polizei in Bukarest verhaftet. Die Behörden arbeiteten dabei mit dem US-Geheimdienst Secret Service sowie der US-Bundespolizei FBI zusammen.


Zuvor hatten eBay-Mitarbeiter unter falscher Identität Kontakt mit Vladuz aufgenommen und sich am Erwerb seiner Applikationen interessiert gezeigt. Als sie so seine Anschrift erhielten, griffen die Behörden zu. Beim Haftpüfungstermin vor Gericht wurde ein vorläufiger Gewahrsam für 29 Tage angeordnet.

Der Hacker verschaffte sich im letzten Jahr Zugang zur Mitarbeiter-Sektion des eBay-Portals. In den Foren schrieb er Beiträge mit Administrator-Rechten. Wie er berichtete, hatte er Zugang zu allen Bereichen des Backends erhalten.

eBay dementierte das. Den Angaben zufolge konnte Vladuz beispielsweise Datenbanken mit Kreditkartennummern und anderen sensiblen Daten nicht einsehen. Die Echtheit von Screenshots mit detaillierten Kundeninformationen, die der Hacker veröffentlichte, wurde nie eindeutig geklärt.

Das Online-Auktionshaus bezifferte den Schaden durch die Aktivitäten Vladuz' auf rund 1 Million Dollar.
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Weil dieser Typ also durch eine Sicherheitslücke in das System eingedrungen ist und ein paar Forenposts hinterlassen hat, mussten also widerum ebay Mitarbeiter diese Posts löschen und die Sicherheitslücke dicht machen, dadurch musste man also eine Million Dollar ausgeben für eh schon angestellte Mitarbeiter und das nennt man dann Schaden - soso wieder was dazugelernt...
 
@Schnubbie: Ist schließlich in den Staaten. Da nimmt man bei einer Anklage den eigentlichen Schaden immer mindestens mal 100.
 
@Schnubbie: nein... ihr vergesst immer die aufzuwendende arbeitszeit, um sämtliche systeme zu überprüfen und nach manipulationen zu suchen. die admins können sich natürlich nicht darauf verlassen, dass er nur foreneinträge erstellt hat. es müssen sämtliche daten nach manipulationen, löschungen etc. untersucht werden. in dieser zeit hätten die mitarbeiter anderweitig eingwesetzt werden können und die kostenschraube dreht sich weiter nach oben. wenn dann auch noch externe dienstleister beschäftigt werden müssen geht es dann richtig ab. nur mal als bsp.: ein sap-berater hat einen STUNDENlohn ab ca. 1000,- eur (ja... vier nullen) aufwärz.
 
@Schnubbie: Das war auch mein erster Gedanke... Wie kommt dieser Schaden zustande, wenn er doch (laut ebay) nichteinmal Zugang zu allen Bereichen im Backend hatte?!? Wenn er keine Kreditkartennummern einsehen konnte?!? [edit] @daniel.b: stimmt, hast Recht, sowas übersieht man leicht...
 
@daniel: "Zu Jahresbeginn forderten externe SAP-Mitarbeiter einen durchschnittlichen Stundensatz von 81 Euro. Dieser Wert stieg im Jahresverlauf auf aktuell 84 Euro pro Stunde." http://www.computerwoche.de/freiberufler/projektmarkt/1860851/ Selbst McKinsey, Anderson etc. sind günstiger als 1000 Euro. Der Staranwalt von Michael Jackson hat auch nur 400 $ pro Stunde kassiert.


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