Patentstreit wegen modularer Netzteil-Verkabelung

Wirtschaft & Firmen Der Hardwarehersteller Ultra hat 22 andere Unternehmen im US-Bundesstaat Florida vor Gericht gezerrt, weil sie durch die Produktion von Netzteilen mit modularen Kabelsystemen zu Patentverstößen beigetragen haben sollen. Ultra hatte die Idee, die Kabel flexibel anschließbar zu machen, 2006 patentiert bekommen. Das Unternehmen wirft den anderen Netzteilherstellern nun vor, durch die Verwendung modularer Kabelsysteme bei ihnen Produkten eine Verletzung seiner Patente durch die Kunden selbst zu begünstigen. Hintergrund ist der Umstand, dass Ultras Patent ein "in einem PC verbautes PC-Netzteil" abdeckt, die anderen Fertiger also eigentlich keine direkte Patentverletzung begehen.

Zu den Beklagten gehören zahlreiche bekannte Netzteilhersteller darunter, Antec, Corsair, E-Power, Mushkin, OCZ, SeaSonic, Silverstone, Tagan, Thermaltake, Topower und Zalman. Ultra hatte die Konkurrenten zuvor über seine Patentansprüche informiert und geht nun von einer absichtlichen Verletzung aus. Die anderen Firmen sollen nun Schadenersatz zahlen.

Nach Angaben von DailyTech stehen die Erfolgsaussichten der Klage nicht sonderlich gut. Hewlett-Packard hatte sich schon Anfang 2000 ein Patent auf einen "Computer mit modularem Netzteil [...]" erteilen lassen. Außerdem sollen einige der beklagten Hersteller bereits über eine Viertelmillion US-Dollar in die Suche nach früheren Beispielen für derartige Ansätze investiert haben, um die Ansprüche von Ultra abzuwehren.

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