Nvidia kooperiert mit VIA: "Wir treten Intel in den..."

Notebook Nvidia-Chef Jen-Hsun Huang war während des gestrigen Konferenzgesprächs mit Finanzanalysten nicht sonderlich gut auf Intel zu sprechen. Die integrierten Chipsätze des Prozessorriesen seien "ein Witz", vor allem wenn es um die darin enthaltenen Grafiklösungen geht, erklärte er. Seine Äußerungen waren aber lediglich die Einleitung für eine Ankündigung, die für einiges böses Blut zwischen den beiden Hardwareherstellern sorgen könnte. Wie erwartet bestätigte Huang, dass Nvidia mit dem taiwanischen Intel-Konkurrenten VIA zusammenarbeiten will, um gemeinsam eine besonders günstige PC-Plattform zu schaffen.


Bei Nvidia ist man laut Huang der Meinung, auf diese Weise eine bessere Alternative bieten zu können. Letztlich will man den "günstigsten Vista Premium PC der Welt" anbieten können. Dazu wird eine VIA-CPU der nächsten Generation - Codename "Isaiah" - mit einem Nvidia-Chipsatz kombiniert.

Dieses Paket soll laut Nvidia wesentlich leistungsfähiger sein als eine Intel Celeron CPU zusammen mit dem Intel 945 Chipsatz. Genau diese Kombination setzt ASUS derzeit in seinem EeePC ein, der den Trend zu Billig-PCs erst ins Rollen brachte. Auch sonst soll die "VN" genannte Plattform mehr bieten als die Konkurrenz.

Nvidia verspricht, dass das Ganze als Grundlage für Systeme mit dem "Vista Premium" Logo geeignet ist und Unterstützung für Blu-ray-Wiedergabe in HD-Auflösung und DirectX10 bietet. Der Preis für das Paket wird unter 45 US-Dollar liegen, so Nvidia-Chef Huang weiter.

Huang zeigte sich sehr zuversichtlich, was die Chancen der Kooperation mit VIA angeht. Man werde Intel in den Allerwertesten treten, prophezeite er selbstbewusst. Tatsächlich sollen die neuen Isaiah-CPUs von VIA in Sachen Leistung auf dem Niveau von Pentium-M-Prozessoren mit gleichem Takt liegen, dabei aber weniger Strom verbrauchen.

Der wahre Gegner sind aber nicht Intels ältere Mobilprozessoren, sondern die neuen "Atom" genannten CPUs für Billig-Systeme. Einen Leistungsvergleich zwischen beiden Ansätzen gibt es bisher noch nicht, Intels Chips sollen aber noch weniger Strom verbrauchen als VIAs "Isaiah".
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